Training Within Industry (TWI)

Unterweisen · Führungskultur · Verbessern

Um was geht's dabei?

Viele Unternehmen haben einen Konti­nuier­lichen Verbes­serungs­prozess – schon weil die DIN ISO 9001 es fordert.

Allerdings zeigt sich auch in diesen Unter­nehmen vielfach, dass konti­nuier­liche Verbesse­rungen weit von der täglichen Praxis entfernt sind und auch oft keinen Bestand haben.

Die TWI-Methoden greifen auf bewährte Konzepte zurück, um vor allem die unteren Führungs­kräfte zu befähigen, ihre Mitarbeiter richtig anzuleiten, sie in die Verbesse­rungen der täglichen Arbeit einzu­beziehen und durch menschen-orientierte Führung eine positive Arbeits­kultur zu schaffen.

Am TWI-Programm begeistert mich die Einfach­heit des Prinzips, die universelle Einsetz­barkeit und die Chance, die kommenden Heraus­forde­rungen der Arbeitswelt aufgrund der gesell­schaft­lichen Verände­rungen durch Verschiebung der Alters­struktur und Zuwan­derung zu bewältigen.

Die fünf Bedürfnisse jeder Führungskraft

Prinzipien

  • Wenn der Mitarbeiter nicht gelernt hat, hat der Ausbilder nicht gelehrt.
  • Führungskräfte schaffen Resultate nur durch Menschen.
  • Menschen müssen als Individuen behandelt werden.
  • Trainingsprinzipien
    – Standards durch gute Unterweisung
    – Kontinuierliche Übung nicht zu früh beenden

Machen Sie jetzt den Selbsttest zur Reflexion des Chancen­potenzials des Training Within Industry in Ihrem Unternehmen.


Gemeinsamkeiten der TWI-Module JIT, JMT, JRT

Training Within Industry
  • Fünf Module à 2 Stunden
  • Idealerweise an fünf Tagen einer Woche (max. wöchentlicher Abstand)
  • 8-10 Teilnehmer mit Fokus auf die unterste Führungs­ebene (Supervisor, Vorarbeiter o.ä.)
  • Vorstellung der 4-Schritt-Methoden
  • Einsatz von Methodenkarten
  • Übung und Durchsprache realer Teilnehmer-Situationen

Job Instructions Training

  • Vorbereitung der Unterweisung
    – Zeitplan erstellen
    – Tätigkeit aufschlüsseln
  • Schritt 1: den Mitarbeiter vorbereiten
  • Schritt 2: die Arbeit vorführen
    – Wichtige Schritte
    – Schlüsselaspekte & Gründe
  • Schritt 3: Ausführung des Mitarbeiters
    – Wiederholen, wiedergeben, ggf. korrigieren
  • Schritt 4: Abschluss
    – Ansprechpartner nennen
    – Regelmäßig kontrollieren

Anwendungsfälle für JIT

  • Einarbeitung von (neuen) Mitar­beitern
    – speziell ungelernte oder fach­fremde
    – bei häufigem Wechsel von Arbeits­inhalten
    – in Inklusionsszenarien
    – in Wieder­ein­gliede­rungs­szenarien
    – nach familiären Auszeiten
    – bei hoher Fluktuation
  • Effektive & effiziente Unter­weisung von Saison-oder Zeitarbeits­kräften
    – Urlaubs­vertre­tungen
    – Krankheits­vertre­tungen
    – Abdeckung von Auftrags­spitzen
    – Vorweih­nachts­aktivi­täten
  • Nicht zufrieden­stel­lende Arbeits­ergeb­nisse
    – Unter­schied­liches Leistungs­niveau von Mitar­beitern
    – Qualitäts­mängel
    – fehlende Arbeits­standards
    – Arbeits­unfälle
    – neue Techniken oder Maschinen
  • Befähigung von Fachleuten (ohne Ausbildung als Ausbilder) in der Unter­weisung anderer Mitar­beiter
  • Einstieg in den Kontinuier­lichen Verbes­serungs­prozess

Wie steht es um die Qualität der Arbeitsunterweisungen in Ihrem Unternehmen
oder “nur” Ihrer eigenen Unterweisungen?


Job Methods Training

  • Eine praktische Vorgehensweise, um größere Mengen qualitativ hochwer­tiger Produkte in kürzerer Zeit zu produzieren, indem vorhandene Arbeits­kraft, Maschinen und Materia­lien am besten genutzt werden.
  • Schritt 1: die Aufgabe strukturieren
    – Details erfassen
  • Schritt 2: jedes Details hinterfragen
    – Warum, Was, Wo, Wann, Wer, der beste Weg?
  • Schritt 3: die neue Methode entwickeln
    – Eliminieren, kombinieren, neuordnen, vereinfachen. Ausarbeiten & niederschreiben
  • Schritt 4: die neue Methode anwenden
    – Alle Beteiligten & Betroffenen einbeziehen. Umsetzen

Job Relations Training

  • Basis guter Arbeitsbeziehungen
    – Jeden Mitarbeiter wissen lassen, wie seine Leistung beurteilt wird
    – Anerkennung geben, wo sie angebracht ist
    – Mitarbeiter vorher über Veränderungen informieren, die sie betreffen werden
    – Besten Gebrauch der Fähigkeiten jeder Person machen
  • Schritt 1: Fakten sammeln
    – Sicherstellen, dass die gesamte Geschichte betrachtet wird
  • Schritt 2: abwägen und entscheiden
    – Keine vorschnellen Schlüsse ziehen
  • Schritt 3: ins Handeln kommen
    – Nicht einfach zur Tagesordnung übergehen
  • Schritt 4: Ergebnisse überprüfen
    – Bringt die Handlung Fortschritte?

Alle drei TWI-Training unterscheiden sich fundamental von gewöhnlichen Weiterbildungsmaßnahmen. Sie verknüpfen Elemente von Trainings On-the-Job mit Einweisungen/Feedback durch den Trainer und ein hohes Maß von Interaktivität und Mitwirkung der Teilnehmer. Dadurch entsteht ein intensives Trainingserlebnis und die behandelten Themen können direkt im Arbeitsumfeld angewendet und vertieft werden.

Die besten Erfahrungen machen die Teilnehmer bei Inhouse-Veranstaltungen, wenn eine gesunde Mischung von vergleichbaren Teilnehmerthemen besteht, die aber gleichzeitig doch so fremd sind, dass gemeinsame Lerneffekte entstehen durch die Unterweisung und deren Beobachtung.

Wollen Sie in einer kleinen eMail-Serie
die Grundlagen Ihrer Arbeitsbeziehungen verbessern?


Optionale Ergänzungen

  • Überprüfung der Fortschritte in der Anwendung
  • Zusätzliche Übungs­sequenzen für die Vier-Schritt-Methoden
  • Telefon-Coaching der Führungs­kräfte bzgl. der Anwendung
  • Verschwendungsanalyse begleitend zum JMT
  • Wertstromdesign begleitend zum JMT

Geschichte des TWI

  • 1940: Steigerung der Industrie­produktion in den USA für den Kriegs­bedarf bei gleich­zeitiger Abwesen­heit der Fach­kräfte. Ausbildung der Führungs­kräfte in einem Train-the-Trainer-Programm, um ungelernte Arbeits­kräfte schnell in die Unter­nehmen und Arbeits­abläufe zu integrieren.
  • 1945: Nach Kriegsende wird das TWI-Programm in den USA eingestellt. Es wird in geringem Umfang in andere Länder exportiert.
  • 1950: Japan und Toyota im Speziellen nutzen TWI zur Ausbildung ihrer Mitar­beiter. TWI wird die Basis des Toyota Production System und des Lean Management. Führungs­kräfte entwickeln dadurch die notwen­digen Fähig­keiten, um eine positive Atmosphäre für Verän­derung, Verbes­serung von Methoden und Standardi­sierung von Tätig­keiten zu schaffen.
  • 2001: Wiederent­deckung des TWI in den USA und langsame Verbrei­tung auch in anderen Ländern. Rückbe­sinnung auf die Wurzeln des Lean Management.

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Wie steht es um die Qualität der Arbeitsunterweisungen in Ihrem Unternehmen
oder “nur” Ihrer eigenen Unterweisungen?

 

 

 

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Eine ausführlichere Beschreibung des Training Within Industry mit seinen Bestandteilen finden Sie auf dieser Detailseite.