Kaizen 2 go 051 : Lean Six Sigma Online Kongress


 

Inhalt der Episode

  • Was ist der Lean Six Sigma Online Kongress?
  • Wer ist in der Zielgruppe für den LSSOK?
  • Was unterscheidet den LSSOK von klassischen Kongressen?
  • Welche Vorteile bringt er für die Teilnehmer?
  • Wann findet er statt?

Notizen zur Episode

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(Teil)automatisiertes Transkript

Eine KI-generierte Zusammenfassung finden Sie am Ende des Transkripts.

Episode 051 : Lean Six Sigma Online Kongress

Herzlich willkommen zu dem Podcast für Lean Interessierte, die in ihren Organisationen die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und Abläufe anstreben, um Nutzen zu steigern, Ressourcen-Verbrauch zu reduzieren und damit Freiräume für echte Wertschöpfung zu schaffen. Für mehr Erfolg durch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, höhere Produktivität durch mehr Effektivität und Effizienz. An den Maschinen, im Außendienst, in den Büros bis zur Chefetage.

Götz Müller: Heute habe ich Hubertus Hüttenschmidt bei mir im Gespräch. Wir unterhalten uns über ein, ich denke mal, etwas ungewöhnliches Thema, ein spannendes neues Thema und zwar den ersten Lean Six Sigma Online Kongress. Hallo Herr Hüttenschmidt.

Hubertus Hüttenschmidt: Hallo Herr Müller.

Götz Müller: Ja, wie ich das in meiner Einleitung sonst auch mal so mache, ich denke, jeder Gesprächspartner kann sich am besten selber vorstellen und darum bitte ich Sie jetzt auch.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, das mache ich gerne. Ich bin Robertus Hüttenschmidt, 51 Jahre alt, verheiratet. Wir haben drei Töchter, wohnen in der Nähe von Berlin. In meinen Studienzeiten konnte ich mich schon mit der Optimierung von Prozessen beschäftigen und habe dort die REFA und MTM Ausbildung durchlaufen. In den ersten zwölf Jahren habe ich als Produktionsleiter in mehreren mittelständischen Unternehmen gearbeitet und habe dort immer wieder den Mensch in den Mittelpunkt meiner Bewegung gestellt. Die Mitarbeiter vor Ort, sei es jetzt an der Maschine oder im Büro, wissen immer am besten, wo es klemmt und wo man anpacken kann, um die entsprechenden Prozesse zu verbessern.

In allen Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, stand immer die Optimierung im Vordergrund meiner Tätigkeiten. Um mich voll auf die Verbesserungen zu konzentrieren, habe ich mich dann entschlossen, aus der leitenden Position des Produktionsleiters zu verabschieden und bin dann in die Beratung gegangen. Erst habe ich zwei Jahre als angestellter Berater gearbeitet und bin seit 2010 als selbstständiger Unternehmensberater unterwegs. Mein Ansatz ist es, den Mitarbeiter immer in den Mittelpunkt zu stellen, weil der Mitarbeiter ja hinterher, nachdem wir Veränderungsprozesse durchlaufen haben, die Dinge ja weiter am Laufen halten muss. Und wenn er direkt dabei gewesen ist und hat seine Erfahrung mit eingebracht, steht er ganz anders zu dem Veränderungsprozess, als wenn ihm von außen gesagt wird, ab heute nimmst du nicht mehr den Schlüssel in die rechte Hand, sondern in die linke Hand und gehst nicht mehr von rechts nach links, sondern von links nach rechts.

Da sträubt sich jeder gegen, das geht es mir so wie vielen anderen Menschen, glaube ich, auch. Und deswegen ist mein Ansatz an der Stelle immer, ich nehme den Mitarbeiter mit und stelle ihn in den Mittelpunkt.

Götz Müller: Ja, da sind wir, würde ich sagen, absolut auf der gleichen Wellenlänge. Das sehe ich genauso. Gegen die Menschen, ohne die Menschen funktioniert es gar nicht und wir würden eigentlich nur unnötigen Widerstand produzieren.

Hubertus Hüttenschmidt: Genau.

Götz Müller: So, jetzt haben wir heute eben mal ein, in Anführungszeichen, ganz anderes Thema, nämlich den ersten, glaube ich, kann man so sagen, Lean Six Sigma Online Kongress, wo ich vor, ich glaube, es sind jetzt schon anderthalb Monate, wo ich in Xing zufällig draufgestoßen bin und wir sind in Kontakt gegangen. Jetzt ist es am allerbesten, aus Ihrem berufenen Mund ein bisschen was zu hören. Was ist denn der Lean Six Sigma Online Kongress?

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, der Lean Six Sigma Online Kongress ist im Vergleich zu herkömmlichen Kongressen erstens online, zweitens habe ich bisher in den letzten sechs Wochen 20 Experten dazu gewinnen können. Mein Ziel ist es, innerhalb der nächsten 14 Tagen, drei Wochen, noch acht weitere Experten dazu zu gewinnen, um ein möglichst breites Spektrum im Bereich Lean Six Sigma abdecken zu können. Wobei für mich wieder, wie schon bei meinem beruflichen Fokus, der Mitarbeiter im Vordergrund steht. Die herkömmlichen Kongresse sind meistens so aufgebaut, dass die Teilnehmer anreisen müssen, ein bis zwei Tage vor Ort sind und dort zwischen acht und 16 Vorträge bekommen. Dort kommen aber meistens wieder nur die Vorgesetzten oder halt Führungskräfte hin.

Und der Mitarbeiter, der tagtäglich mit den Dingen zu tun hat, auch Ideen hat, dem fehlt halt an der einen oder anderen Stelle die Möglichkeit, sich weiterzubilden oder auch mal von Experten Tipps und Ratstärke zu bekommen. So ist mein…

So ist die Idee in mir gewachsen, zu sagen, ich mache jetzt einen Lean-Six-Sigma-Online-Kongress, um einfach einem möglichst breiten Publikum die Möglichkeit zu eröffnen, sich selber zu überlegen, was interessiert mich, welche Themen werden angeboten. Und der Vorteil an der Sache ist, Sie sagen, ich will jetzt drei von diesen 28 Vorträgen hören und dann brauchen Sie nur sich zu der Zeit vor den Rechner zu setzen beziehungsweise die nächsten zwei Tage stehen die Beiträge auch noch online und können sich dann ganz in Ruhe die Dinge nachträglich nochmal angucken. Aufgebaut ist der ganze Kongress als Interview. Also ich stelle den Interviewpartnern entsprechende Fragen zu ihrem Thema, um da einfach einen roten Faden zu haben, um das durchzuführen. Was ist ihr Herzensthema? Wie sind es da drauf gekommen? Welche Erfolge können sie damit erzielen? und so weiter.

Und am Ende des Vortrages hat der Teilnehmer die Möglichkeit, seine bei dem Vortrag entstandenen Fragen dem Experten zu stellen, um dort einfach im Dialog gemeinsam zu gucken.

Was kann ich jetzt aus diesen Dingen, die mir der Experte erzählt hat, herausziehen, um sie dann ein, zwei, drei, vier Dinge selber in meinen Alltag im Betrieb zu integrieren, um dann selber einen Nutzen davon zu haben, dass ich mich mit dem Thema weiter beschäftigt habe und das Unternehmen entsprechend weitergebracht habe oder weiterbringen kann.

Götz Müller: Ja, ich denke, der Transfer, das ist immer der spannende Teil. Und das ist vielleicht nicht nur dieses, was Sie schon angedeutet haben, dieses, ich muss nicht anreißen, sondern auch die Chance, das viel direkter ins betriebliche Tun zu übertragen.

Hubertus Hüttenschmidt: Genau.

Götz Müller: Ja, vielleicht noch ein paar Stichworte, Sie haben es schon angedeutet. Was ist denn aus Ihrer Sicht so die Zielgruppe für den Kongress?

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, die Zielgruppe fängt an bei jedem Lean Six Sigma, also bei jedem, der für Veränderungen offen ist, bis hingehend zu Vorstandsvorsitzenden, die einfach mal hören wollen, was hat der eine oder andere Experte dafür zu sagen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Ausbildungsstand der Einzelne mitbringt. Die Erfahrungen, die die Experten mitbringen, sind so breit und so aufgestellt, dass man anhand der Beispiele, die die Experten rüberbringen, ganz klar erkennen kann, wo setzen sie an und was haben sie gemacht, um dann auch die Ergebnisse entsprechend in der Umsetzung zu erzielen.

Götz Müller: Okay, gehen wir noch ein bisschen mehr auf den Aspekt, wie funktioniert es, also im Sinne von, wie unterscheidet sich der Kongress, der Online-Kongress von anderen Formen der Wissensvermittlung und auch Erfahrungsaustausch, wenn wir jetzt mal so klassische Konferenzen, Trainings, Seminare, vielleicht auch dann sowas wie ein bisschen ein moderneres Thema wie Barcamps betrachten, was ist denn der Unterschied, das sagen wir fast auch Alleinstellungsmerkmal des Kongresses?

Hubertus Hüttenschmidt: Der große Vorteil, den ich einfach sehe oder das große Alleinstellungsmerkmal ist, ich habe 28 Themen. Angefangen bei Grundlagen von Lean und Six Sigma, weitergehend über Personal. Ich konnte den Professor Dr. Knoblauch dazu gewinnen. Herr Prof. Dr. Knoblauch ist jemand, der sich mit Mitarbeiterentwicklung beschäftigt. Warum habe ich den geholt? Ich habe von ihm ein Buch gelesen und da kam so eine Passage drin vor. Sie haben Kunden im Unternehmen gehabt und dann hätte er nur am Rande gehört. Früher war ich der Depp und heute bin ich der Chef. Was ist da gewesen? Der Mitarbeiter ist auf dem Arbeitsplatz gewesen, der ihn nicht ausgefüllt hat. Er konnte sein Potenzial dort nicht voll zur Geltung bringen.

Dann hat man überlegt, was können wir machen, wie können wir es machen und hat dann herausgefunden, dass er falsch auf der Stelle ist und hat ihm einen anderen Arbeitsplatz gegeben, wo er dann entsprechend aufblühen konnte. Und das ist für mich auch ein Ansatz zu sagen, auch hier bei dem Kongress geht es nicht nur darum, zu sagen, wir können Prozesse im klassischen Sinne, sprich wertschöpfend, verbessern, sondern wir müssen uns auch darüber unterhalten, ist der Mensch, der die Arbeit verrichtet, der Richtige für diesen Job? Und wenn er nicht der Richtige ist, welche Möglichkeiten gibt es? Und wenn man dann im Extremfall hergeht und sagt, ähm.

Wir müssen uns für beide Seiten, damit beide Seiten wieder ein gutes Leben führen können, voneinander trennen. Was passiert danach? Sowohl für den Mitarbeiter, der geht, der geht, aber auch für das Unternehmen. Welche Chancen hat das Unternehmen, wenn sich jetzt neue Mitarbeiter anstellt? Worauf ist zu achten und wie kann dieser Prozess ablaufen, damit man auch, nachdem man sich für einen Mitarbeiter entschieden hat, für einen Kandidaten entschieden hat, sicher sein kann, dass man da eine gute Waage getroffen hat.

Götz Müller: Okay. Ja, jetzt haben Sie schon einen, kann man sagen, Leuchtturm. Ich glaube, den Professor Gnoblauch, den kennt man im Allgemeinen. Erzählen Sie noch ein bisschen was über die anderen Referenten, soweit Sie eben schon bekannt sind.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, die nächste Sache ist, ich habe immer wieder festgestellt, dass die Mitarbeiter gute Ideen haben. Dann kommst du zum Chef, erzähl dir, was sie wollen. Und dann sagt er, nö, hat mich nicht überzeugt. Ich brauche nicht, will ich nicht. Wir machen so weiter wie bisher. Und da ist mir der Dirk Kreuter ins Auge gefallen. Ich habe mit dem gesprochen, er sagte, ja, Hüttenschmidt, super Idee, machen wir. Ich komme dazu, ich bin dabei und erkläre, wie man geschickterweise vorgehen sollte, um seine Idee, die man hat, rüberzubringen. Wie zum Beispiel, dass man hergeht und sagt, okay, wo stehe ich heute, wo steht mein Chef? Ich hole ihn ab, ich erkläre ihm das und nehme ihn mit, um ihn dann davon zu überzeugen, sprich, ihm einen Nutzen rüberzubringen, weil was anderes ist es ja nicht.

Wir müssen ja gucken, was hat der Gegenüber davon, wenn ich jetzt das oder so umsetze. Und darum geht es einfach, um diese Kniffe, diese Kleinigkeiten, die einfach beachtet werden sollen, rüberzubringen.

Götz Müller: Das finde ich einen interessanten Gedanke. Dirk Kreuter, der ja so in meinem persönlichen Wahrnehmen eher im Verkauf unterwegs ist. Aber natürlich verkaufe ich ja hier auch die Idee. Ja, genau. Spannend.

Hubertus Hüttenschmidt: Genau. Zum Beispiel ein anderer Referent ist der Ulrich Eul, Geschäftsführer von der Time Study GmbH. Die beschäftigen sich mit Rüstworkshops. Häufig kommt es ja vor, dass die Durchlaufzeiten reduziert werden sollen. Und dann ist ja ein Fokusthema SMED. Also Rüstzeiten im einstelligen Minutenbereich. Was muss da gemacht werden? Wie kann das gemacht werden? Wie wird es heute gemacht? Dort hat er ein paar interessante Tools an der Hand, wie zum Beispiel mit der Videoanalyse, dass dort Videos gedreht werden können und die dann hinter dem Team gemeinsam zu analysieren. Der Vorteil an der Methode ist, dass die Mitarbeiter, die im Workshop sitzen, direkt erkennen können, was sie gemacht haben und wie sie es gemacht haben. Er hat da sehr gute Ergebnisse erzielt. Dort sind Einsparpotenziale zwischen 40 und 50 Prozent keine Seltenheit, je nachdem, wie vorher schon die Optimierung stattgefunden hat.

Oder dann habe ich den Herrn Kurz, der hat Tool entwickelt, um Prozesse greifbar zu machen. Der hat da quasi so ein Spiel entwickelt, wo die Prozesse selber, Pfeile und so weiter und Kärtchen hat er entwickelt, um einfach den Prozessteilnehmern oder den Teamleitern da etwas an die Hand zu geben, was begreiflich zu machen, um die Diskussion anzuheizen, um dann zu sehen, was passiert da. Ich nehme jetzt zum Beispiel einen Pfeil und sage, die Information fließt von A nach B oder wie auch immer, um das einfach greifbar und visuell darzustellen zu machen.

Götz Müller: Den Herrn Kurz muss ich gerade kurz überlegen. Jetzt ist er eigentlich kein sowas seltener Name, aber ich bilde mir ein, mit dem habe ich sogar mal eine Podcast-Episode gemacht.

Hubertus Hüttenschmidt: Das könnte durchaus sein. Der kommt aus der Nähe von Karlsruhe.

Götz Müller: Ja, genau. Dann ist das. Okay, spannend. So schließen sich die Kreise.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, genau.

Götz Müller: Okay, gut. Fassen wir nochmal ein bisschen zusammen. Was sind die Vorteile des Kongresses für die Zielgruppe, für die Teilnehmer?

Hubertus Hüttenschmidt: Erstens, es ist komplett kostenlos. Also ich erwarte, das Einzige, was die Teilnehmer mitbringen müssen, ist die Stunde Zeit, sich den Vortrag anzugucken. Ansonsten entstehen ihnen direkt keine Kosten. Und der weitere Vorteil ist, sie können, ja, sie brauchen nirgends wo hinfahren, sie können auf dem Sofa sitzen, sich das Ganze entspannt angucken und einfach genießen, was sie da von den Experten und von mir präsentiert bekommen.

Götz Müller: Okay, wie sieht so die Zeitplanung grundsätzlich aus? Was mir halt durch den Kopf schießt, ist jetzt jemand, der ja in der Produktion tätig ist, der ist schon tagsüber beschäftigt. Andererseits könnte ich mir natürlich auch vorstellen, wenn man sich wirklich dann mal im Team gemeinsam die Stunde Zeit nimmt, dass man was gemeinsam anguckt und dann darüber eben dann auch im Anschluss oder zwischendrin auch gemeinsam darüber reden kann. Und ich könnte mir vorstellen, dass ich dadurch eben der Lerneffekt auch nochmal verstärken kann.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, das ist ein sehr guter Ansatz. Geplant ist das so, wir fangen am 19. Oktober, geht's los, abends 20 Uhr ist der erste Vortrag. Und dann anschließend an den neun weiteren Tagen, jeweils morgens um halb elf, um 18 Uhr und um 20 Uhr. Also ich habe pro Tag drei Interviews und habe das über den Tag verteilt, damit auch jeder die Möglichkeit hat, sich das anzuschauen. Und anschließend werden die Videos noch zwei weitere Tage den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Weil es kann ja immer mal sein, dass man keine Zeit hat oder dass da noch was Wichtiges zwischengekommen ist. Da soll kein Grund sein, dem Teilnehmer die Chance zu verwehren, diese Informationen, diese wichtigen Informationen, sich doch noch im Nachgang anzuschauen. Deswegen stehen die Sachen nochmal zwei Tage länger bereit.

Götz Müller: Ja, und der Vorgesetzte unter Umständen, wenn jetzt eher mal vielleicht derjenige ist, der sich für das Thema grundsätzlich mehr interessiert, hat dann auch noch die Chance, die Konserve, die Aufzeichnung, sich mit seinen Mitarbeitern dann eben in diesen zwei Tagen nochmal anzuschauen.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, genau, korrekt, genau.

Götz Müller: Spannend. Gut, vielleicht, Sie haben es angedeutet, Sie suchen noch acht Experten. Aus welchen Bereichen speziell? Haben Sie irgendwas im Auge, wo Sie noch sagen, da wäre es klar? Mir ist es einfach wichtig,

Hubertus Hüttenschmidt: Dass die Menschen oder die Experten ein Herzensthema haben, wo sie für brennen. Wo sie, ich sage immer, nachts um zwei Uhr aus dem Bett geschmissen werden können, stehen auf und erzählen zwei Stunden eine spannende Geschichte. Das ist mir einfach wichtig, dass die ihr Herzensthema rüberbringen, dafür brennen und das rüberbringen. Und dass der Teilnehmer hinterher zwei, drei Ideen für sich da rausziehen kann und sagt, Ja, das war eine gute Idee, das kann ich direkt umsetzen. Das ist mir einfach wichtig, dass die Teilnehmer das Wissen, was sie hier präsentiert bekommen. Auch hinterher im Alltag anwenden können. Ohne da großartig nochmal drüber zu studieren, sondern es gibt ja, oft ist es ja nur eine Kleinigkeit, dass man denen sagt, hör mal.

Zum Beispiel ein gutes Beispiel, was ich immer wieder gerne bringe, ist beim 5S-Workshop. Überlegen Sie mal, wenn Sie jetzt sagen, ja, wieso müssen wir das machen? Packen Sie Ihrer Frau oder Mutter zu Hause mal einen Besteckkasten etwas anders ein. Sie hat immer rechts die Messer liegen und da packen sie dann auf mal die Gabel hin. Und da, wo die Gabel liegen, kommen die Löffel hin und wo die Löffel liegen, kommen die Messer hin. Das machen sie mal, machen die Schublade zu und sagen einfach mal nichts. Und dann kommt ihre Mutter, macht die Schublade auf und sagt, was ist hier denn passiert? Das kann ja wohl nicht sein. Und so ist das mit allem anderen im Betrieb auch. Und da sagen die Teilnehmer immer, jo, genau, also jedes Teil bekommt seinen Platz und jeder weiß, wo das Teil liegt.

So stelle ich mir das vor, dass man kleine Tipps gibt, die umgesetzt werden können.

Götz Müller: Spannend. Ja, ich werde dir auch dabei sein mit einem, ich würde sagen für mich auch Herzensthema, Neurolinguistischess Programmieren, also ein Kommunikationsmodell eben im Lean-Umfeld, in der Lean-Praxis. Gut, okay, also ich werde…

Hubertus Hüttenschmidt: Ein sehr spannendes Thema war, ich kenne Lean, ich kenne NLP, aber die Kombination von NLP, mit Lean zusammen ist mir so noch nicht untergekommen, deswegen freue ich mich schon auf unser Interview und bin gespannt, was Sie da zu berichten haben.

Götz Müller: Ja, genau. Ja, will ich noch nicht so viel vorwegnehmen, wobei es gibt, glaube ich, eine kurze Episode auch, eine Viertelstunde oder so, also falls Wenn der eine oder andere sich da schon was anhören will, dann kann er das ja schon tun. Okay, es gibt eine Website zu Ihrem Kongress, die werde ich dann in den Notizen verlinken. Da stehen auch noch nähere Informationen, zum einen für die Teilnehmer, die sich dann die Sachen anschauen, anhören.

Hubertus Hüttenschmidt: Genau, also dort ist eine kurze Abhandlung der wichtigsten Station von den Experten aufgezeigt. Und jeder Experte hat eine kurze Abhandlung seines Themas dort präsentiert, damit Sie als Teilnehmer im Vorfeld schon wissen, erstens, wer ist der Referent? Was hat er für Erlebnisse in seinem Leben schon gehabt? Was hat er erfahren? Was hat er gemacht? Und auf der anderen Seite, was kann ich von dem Referenten erwarten? Worüber spricht er und was ist sein Herzensthema? Um einfach da an der Stelle eine Entscheidungshilfe zu bekommen, damit Sie sich dann überlegen können, ist das Thema was, einfach nur eine Headline, war mir zu wenig an der Stelle, da will ich doch etwas tiefer in die Materie reingehen lassen, um dann auch dort sagen zu können, der beschäftigt sich damit, das und das können Sie da erwarten. So ist das entstanden.

Das ist dann auch ein schönes Bild, weil das man dann auch direkt sieht, wie sieht der Referent aus, dass man an der Stelle vollumfänglich informiert ist.

Götz Müller: Ja, dass man eben ein Bild von dem Teil, von dem Referenten hat, wie es eben bei einem klassischen Kongress an der Stelle auch ist. Okay, gut. Ich bin schon gespannt auf dann unser Gespräch und auf den Kongress insgesamt.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, das wird eine spannende Geschichte. Ich freue mich da auch schon sehr drauf.

Götz Müller: Ja, die Episode wird jetzt sehr zeitnah erscheinen. Das heißt, da haben wir noch einige Wochen dann. Die, die jetzt natürlich viele Wochen später die Episode hören, haben dann wahrscheinlich diesen ersten Lean Six Sigma Kongress verpasst. Aber vielleicht wird es im nächsten Jahr dann eine Wiederholung geben.

Hubertus Hüttenschmidt: Sehr wahrscheinlich wird es die geben, weil die ersten vier Experten konnte ich schon gewinnen.

Götz Müller: Ah, okay.

Hubertus Hüttenschmidt: Also es geht weiter. Das ist keine Einmalgeschichte, sondern ich möchte, mein Ziel ist es, dass der Lean Six Sigma Online Kongress eine feste Größe im Herbst im Kalender eines jeden interessierten Prozessoptimierers wird. Dass man dort immer wieder neue Themen bespricht und sich immer wieder neuen Input holen kann und weiß, aha, im Herbst gibt es wieder was, da sind wieder 28 Experten, die interessante Themen zu berichten haben und dort kann ich mir den einen oder anderen Tipp kostenlos abholen.

Götz Müller: Okay, prima. Gut, dann danke ich jetzt Ihnen auch für Ihre Zeit.

Hubertus Hüttenschmidt: Gerne geschehen. Ihnen auch, Herr Müller, danke.

Götz Müller: Und bin dann gespannt auf unsere Unterhaltung für den ersten Lean Six Sigma Online Kongress.

Hubertus Hüttenschmidt: Ja, herzlichen Dank. Bis dann.

Götz Müller: Das war die heutige Episode im Gespräch mit Hubertus Hüttenschmidt zum Thema Lean Six Sigma Online Kongress.

Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, freue ich mich über Ihre Bewertung bei Apple Podcasts. Sie geben damit auch anderen Lean-Interessierten die Chance, den Podcast zu entdecken.

Ich bin Götz Müller und das war Kaizen to go. Vielen Dank fürs Zuhören und Ihr Interesse. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit bis zur nächsten Episode. Und denken Sie immer daran, bei allem was Sie tun oder lassen, das Leben ist viel zu kurz, um es mit Verschwendung zu verbringen.

KI-generierte Zusammenfassung

In dieser Episode spricht Götz Müller mit Hubertus Hüttenschmidt über ein besonderes Format der Wissensvermittlung: den ersten Lean Six Sigma Online Kongress. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Idee, Lean- und Six-Sigma-Wissen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ohne die typischen Hürden klassischer Präsenzveranstaltungen.

Hubertus Hüttenschmidt stellt zunächst seinen beruflichen Hintergrund vor. Er war viele Jahre als Produktionsleiter in mittelständischen Unternehmen tätig und beschäftigte sich schon früh mit Prozessoptimierung, unter anderem mit REFA- und MTM-Methoden. Über alle Stationen hinweg war ihm ein Gedanke besonders wichtig: Der Mensch steht im Zentrum jeder Verbesserung. Die Mitarbeiter an der Maschine oder im Büro wissen am besten, wo Prozesse haken. Veränderungen funktionieren nur dann nachhaltig, wenn diese Mitarbeiter aktiv einbezogen werden. Aus diesem Verständnis heraus wechselte Hubertus Hüttenschmidt in die Beratung und ist seit 2010 selbstständig tätig. Sein Ansatz bleibt unverändert: Verbesserungen müssen gemeinsam mit den Beteiligten gestaltet werden.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee eines Online-Kongresses. Hubertus Hüttenschmidt beschreibt, dass klassische Kongresse häufig mit Reiseaufwand, festen Zeitplänen und einer begrenzten Teilnehmergruppe verbunden sind. Oft nehmen vor allem Führungskräfte teil, während operative Mitarbeiter kaum Zugang zu Expertenwissen erhalten. Der Online-Kongress soll diese Hürde abbauen. Die Teilnahme ist ortsunabhängig möglich, die Vorträge sind zeitlich verteilt und zusätzlich für zwei Tage abrufbar. So können Interessierte gezielt einzelne Themen auswählen und flexibel konsumieren.

Das Format basiert auf Interviews. Hubertus Hüttenschmidt führt strukturierte Gespräche mit den jeweiligen Experten. Dabei geht es um deren Herzensthemen, um konkrete Erfahrungen aus der Praxis und um greifbare Ergebnisse. Am Ende jedes Beitrags besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in den Dialog zu treten. Der Anspruch ist klar: Jeder soll aus einem Vortrag mindestens zwei oder drei konkrete Ideen mitnehmen können, die sich unmittelbar im eigenen Arbeitsalltag umsetzen lassen.

Die Zielgruppe definiert Hubertus Hüttenschmidt bewusst breit. Sie reicht von Lean-Einsteigern bis hin zu Vorständen. Entscheidend ist weniger der Ausbildungsstand als vielmehr die Offenheit für Veränderung. Durch die Vielfalt der Experten und Themen soll jeder Anknüpfungspunkte finden können. Insgesamt sind 28 Interviews geplant, die ein breites Spektrum abdecken: von Grundlagen über spezifische Methoden bis hin zu Personal- und Führungsthemen.

Ein besonderes Anliegen ist Hubertus Hüttenschmidt die Verbindung von Prozessoptimierung und Mitarbeiterentwicklung. Als Beispiel nennt er Professor Dr. Knoblauch, der sich intensiv mit der Entwicklung von Mitarbeitern beschäftigt. Anhand einer konkreten Geschichte zeigt sich, wie stark Leistung und Zufriedenheit davon abhängen, ob ein Mitarbeiter auf dem passenden Arbeitsplatz eingesetzt ist. Prozessverbesserung bedeutet somit nicht nur technische oder organisatorische Optimierung, sondern auch die bewusste Auseinandersetzung mit Potenzialen, Rollen und gegebenenfalls notwendigen Veränderungen in der Personalstruktur.

Ein weiterer Referent ist Dirk Kreuter, der vor allem für seine Expertise im Vertrieb bekannt ist. Hubertus Hüttenschmidt greift damit ein häufiges Problem auf: Gute Ideen scheitern oft daran, dass sie nicht überzeugend präsentiert werden. Mitarbeiter stoßen mit Verbesserungsvorschlägen auf Widerstand, weil es ihnen nicht gelingt, den Nutzen klar darzustellen. Dirk Kreuter soll zeigen, wie man Ideen so kommuniziert, dass Entscheider abgeholt und überzeugt werden. Der Gedanke des „Verkaufens“ einer Idee wird hier als notwendige Kompetenz im Verbesserungsprozess verstanden.

Auch methodische Themen kommen nicht zu kurz. Ulrich Eul von der Time Study GmbH bringt seine Erfahrung aus Rüstzeitworkshops ein. Besonders das Thema SMED und die Reduktion von Durchlaufzeiten stehen im Fokus. Mit Hilfe von Videoanalysen werden reale Abläufe dokumentiert und gemeinsam ausgewertet. Dadurch erkennen Teams unmittelbar Verbesserungspotenziale. Einsparungen von 40 bis 50 Prozent sind laut Hubertus Hüttenschmidt keine Seltenheit, sofern die Ausgangssituation entsprechende Spielräume bietet.

Ein weiteres Beispiel ist ein von Herrn Kurz entwickeltes Tool zur Visualisierung von Prozessen. Mit spielerischen Elementen wie Karten und Pfeilen werden Informationsflüsse und Abläufe greifbar gemacht. Ziel ist es, Diskussionen anzuregen und komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen. Dadurch wird Prozessdenken nicht abstrakt vermittelt, sondern erfahrbar.

Der Kongress startet am 19. Oktober mit einem Abendtermin. In den folgenden Tagen werden jeweils drei Interviews zu unterschiedlichen Tageszeiten veröffentlicht, sodass sowohl Produktionsmitarbeiter als auch Führungskräfte passende Zeitfenster finden können. Alle Beiträge stehen zusätzlich zwei Tage on demand zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos; erforderlich ist lediglich die investierte Zeit.

Hubertus Hüttenschmidt betont, dass er bei der Auswahl weiterer Experten vor allem auf Authentizität und Leidenschaft achtet. Referenten sollen für ihr Thema brennen und praxisnahe Impulse liefern. Oft sind es kleine, anschauliche Beispiele, die den größten Effekt haben. Als Illustration nennt er das bekannte 5S-Prinzip anhand einer umsortierten Besteckschublade. Solche Bilder helfen, Verständnis und Akzeptanz für Veränderungen zu schaffen.

Auch Götz Müller wird als Experte teilnehmen und das Thema Neurolinguistisches Programmieren im Lean-Umfeld einbringen. Damit erweitert der Kongress die Perspektive um kommunikative und psychologische Aspekte der Verbesserung.

Zum Abschluss macht Hubertus Hüttenschmidt deutlich, dass der Kongress keine einmalige Veranstaltung bleiben soll. Sein Ziel ist es, den Lean Six Sigma Online Kongress als feste Größe im Herbst zu etablieren. Prozessoptimierer sollen jährlich die Möglichkeit erhalten, sich kostenlos neuen Input zu holen, unterschiedliche Blickwinkel kennenzulernen und konkrete Anregungen für die eigene Praxis mitzunehmen.

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