Kaizen 2 go 052 : KVP-Kongress


 

Inhalt der Episode

  • Was ist der KVP-Kongress?
  • Wer ist in der Zielgruppe für den KVP-Kongress?
  • Welche Themen gibt es auf dem KVP-Kongress
  • Highlights auf dem KVP-Kongress
  • Rückmeldungen vom letzten Kongress (2015)
  • Six Sigma vs. KVP – Wann ist welche Methode angebracht?
  • Bonus für die Podcast-Hörer

Notizen zur Episode

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(Teil)automatisiertes Transkript

Eine KI-generierte Zusammenfassung finden Sie am Ende des Transkripts.

Episode 052 : KVP-Kongress

Herzlich willkommen zu dem Podcast für Lean Interessierte, die in ihren Organisationen die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und Abläufe anstreben, um Nutzen zu steigern, Ressourcen-Verbrauch zu reduzieren und damit Freiräume für echte Wertschöpfung zu schaffen. Für mehr Erfolg durch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, höhere Produktivität durch mehr Effektivität und Effizienz. An den Maschinen, im Außendienst, in den Büros bis zur Chefetage.

Götz Müller: Heute habe ich André Kapust bei mir im Gespräch. Wir unterhalten uns über den KVP-Kongress 2016. André Kapust ist schon lange im Umfeld KVP unterwegs. Er ist der Gründer und Inhaber des KVP-Instituts. Hallo Herr Kapust.

André Kapust: Ja, hallo, guten Tag, Herr Müller. Vielen Dank für die Einladung zum heutigen Podcast.

Götz Müller: Ja, schön, dass Sie dabei sind. Ich habe schon ein, zwei Sätze zu Ihnen gesagt, aber stellen Sie sich doch noch mal ein bisschen intensiver aus Ihrer Brille vor.

André Kapust: Ich möchte mich an der Stelle kurz vorstellen. Mein Name ist André Kapust, bin 41 Jahre alt, verheiratet, habe eine Tochter, bin Leiter des KVP-Instituts, Ich möchte aber ein paar Worte auch zu meiner Historie sagen, für denjenigen, der mich noch nicht kennt. Ich war fünf Jahre bei einem großen Automobilhersteller bei der Firma Bosch, habe dort intensivst Qualitätsmethoden kennengelernt, habe mich dann weiter verändert, habe mich über eine kleine Zwischenstation danach selbstständig gemacht und habe das Unternehmen TQM Training & Consulting in Halbbronn gegründet, was ja ein sehr großer Weiterbildungsanbieter geworden ist über fünf Jahre und habe da so einige Erfahrungen gemacht und.

Nach dem Verkauf an den Weka-Verlag auch mir Gedanken über Änderungen meines Konzepts gemacht und fokussiere mich im KVP-Institut mehr auf das Thema Verbesserung. Und hier ist die besondere Herausforderung, jedes Unternehmen anzusprechen in der Zukunft, weil jedes Unternehmen beschäftigt sich mit dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, oder sollte sich mit dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beschäftigen. Und das ist eigentlich die Hauptherausforderung, nicht nur optimierende Themen in den Unternehmen zu platzieren, sondern wir wollen auch Start-up-Unternehmen gewinnen, an der Stelle die besser werden wollen. Wir wollen aber auch Kindergärten gewinnen, beziehungsweise haben bereits Kindergärten gewonnen, die auch besser werden wollen. Und da geht es nicht nur um das Thema Verschwendung, da geht es auch um das Thema Sicherheit. Wie kann man Kindern Dinge besser beibringen? Und das sind spannende Herausforderungen für uns und ja, das ist kurz zu meiner Vorstellung.

Götz Müller: Okay, Dankeschön. Jetzt werden wir uns heute im Schwerpunkt über den KVP-Kongress unterhalten. Da stecken natürlich viele von den Dingen, die Sie gerade erwähnt haben, auch schon mit drin. So zum Einstieg mal die Frage, was unterscheidet den KVP-Kongress von anderen Konferenzen?

André Kapust: Was den KVP-Kongress von anderen Kongressen oder Foren unterscheidet, ist, dass ich einige in der Vergangenheit besucht habe. Ich stelle auch gar keine Konferenz oder einen Kongress, den ich besucht habe, groß in Frage. Ich habe eigentlich nur meine Erkenntnisse daraus gezogen. Also ich war auf vielen Konferenzen, wo es nur einen Raum gab und ich den Raum nicht verlassen konnte und irgendwo gezwungen war, diesen Vortrag genau anzuhören. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, dass wir drei Räume gleichzeitig nebeneinander laufen lassen. Natürlich alle Vorträge abfilmen, falls mich mal zwei parallel interessieren, sodass ich immer noch die Möglichkeit habe, den Vortrag per Video anzuschauen. Also das war mal eine Entscheidung und unterscheide uns mit Sicherheit von einigen Konferenzen, natürlich nicht von allen. Was uns noch unterscheidet, ist definitiv, dass bei uns mehr Raum für Austausch ist.

Wir haben auch vom letzten Jahr Konsequenzen gezogen, dass wir da noch mehr Raum schaffen wollen für Gespräche. Das heißt, jeder der Referenten steht auch im Nachhinein für Gespräche zur Verfügung. Wir haben einen Marktplatz wiederum mit sehr vielen interessanten Anbietern. Und natürlich die Auswahl der Vorträge, die dieses Jahr noch ein bisschen besser geworden ist als vielleicht sogar im letzten Jahr.

Zumindest, wenn ich mir die Vorträge anschaue, ist es halt schwer, überhaupt ein Highlight da rauszunehmen und das unterscheidet uns von anderen Kongressen.

Götz Müller: Ja, zu den Details kommen wir noch. Jetzt soll es ja in Anführungszeichen auch so ein kleiner Motivator sein für die Zuhörer, mal darüber nachzudenken, ist es denn interessant für mich? Dann spielt natürlich sofort die Frage eine Rolle, wer ist denn die Zielgruppe für den KVP-Kongress und was können die Menschen, die da hingehen, was können die dann mitnehmen?

André Kapust: Ja, das Thema Zielgruppe. Damit haben wir uns am ersten Kongress schon sehr intensiv beschäftigt. Und die Zielgruppe war mal, KVP-Koordinatoren und natürlich KVP-Verantwortliche, KVP-Praktiker zu gewinnen. Das Interessante war, dass natürlich diese Personen auf jeden Fall da waren. Aber es hat sich herausgestellt, dass viele Geschäftsführer sogar da waren, beziehungsweise Führungskräfte, aber auch viele Abteilungsleiter von Unternehmen, speziell Entwicklung, Fertigung, dass die an dem Kongress teilgenommen haben, weil sie einfach auch auf der Suche sind nach Elementen, um besser zu werden. Und aus diesem Grund ist es ein bunter Mix, was ich mir wünsche, dass auch mehr Jungunternehmer am KVP-Kongress teilnehmen, weil auch wir für diese Zielgruppe sehr interessante Vorträge bieten. Und die Vorträge, die wir bieten, das sind auch kleine Seminare. Ich behaupte, unser Kongress hat auch einen Weiterbildungscharakter.

Götz Müller: Ja, Sie haben es ja schon angedeutet, das Thema konnte ja nicht verbessern. Eben auch ein zweites Mal hingehen. An der Stelle vielleicht dann mal ein kleiner Rückblick aufs letzte Jahr. Was gab es denn eben für Rückmeldungen und was haben Sie selber dann für Schlüsse gezogen aus dem letzten Jahr?

André Kapust: Also die Rückmeldungen waren sehr gut gewesen. Man muss auch dazu sagen, wir hatten sehr, sehr viele Rückmeldungen. Ich, Ich gehe von aus, dass wir über 80 Prozent Rückmeldungen hatten. Da müssten wir nochmal den Herrn Milekowic genau fragen. Aber es war erstaunlich viele Rückmeldungen. Und zur Organisation des Kongresses mit der Organisation und Durchführung des Kongresses im Audi-Forum hatte die Note 1,1 bekommen. Und das sagt, denke ich mal, auch für den Kongress sehr viel aus. Die Vorträge haben wir auch ausgewertet. Die haben eine Durchschnittsnote von 1,59 erhalten, was ich ebenfalls als sehr, sehr gut erachte. Mit Sicherheit war da auch ein kleiner Ausreißer dabei gewesen. Da hätte es vielleicht dadurch noch ein bisschen besser sein können, aber ich denke, die Note spricht an der Stelle für sich. Und ich möchte da auch noch einen Punkt einhaken.

Es gibt gewisse Personen, die uns schon mal angesprochen haben, dass wir natürlich sehr viele Berater dort haben. Auch dort haben wir unsere Rückschlüsse gezogen. Wir sind immer noch der Meinung, dass viele Berater einfach zu gewissen Themen einfach die Top-Personen sind, ein Thema zu referieren. Aber wir haben neben dem Berater auch das Unternehmen, wo es erfolgreich ein Thema platziert, eingeführt wurde, sodass wir auch da die Rückschlüsse gezogen haben.

Dass wir an der Stelle die mehr Firmen noch mit ins Boot genommen haben, die einfach auch aus der Erfahrung sprechen.

Götz Müller: Um da die Praxis auch reinzubringen. Genau, um die Praxis reinzubekommen,

André Kapust: Richtig. Ja, okay.

Götz Müller: Gut, dann gucken wir mal auf dieses Jahr. Was gibt es denn für Highlights? Wobei ich glaube, wir wollen da jetzt ja gar niemand besonders rausheben, aber vielleicht ein paar bekanntere Namen.

André Kapust: Ja, die Highlights des Jahres fangen wir mal ein bisschen allgemeiner an. Also die Highlights sind eigentlich wieder, dass wir wieder drei Räume nebeneinander laufen lassen, dass wir ebenfalls wieder Prominenz gewinnen konnten.

Persönlichkeiten an der Stelle. Wir haben wirklich erfolgreiche KVP-Praktiker und Anwender. Die Highlights sind aber ebenfalls, dass wir auf dem Kongress wieder interessante Aussteller haben mit sehr interessanten, auch neuen Themen.

Natürlich haben wir wieder das Business Catering durch diese Rennsport-Restaurant, Nuvolari, der Audi AG. Das sind mal die allgemeinen Highlights. Wenn wir jetzt mal auf Vortragshighlights eingehen, da ist es jetzt für mich wirklich schwierig herauszustellen, was da die Highlights sind. Ich denke, jeder Vortrag ist in sich ein kleiner Highlight, der auch eine intensive Abstimmung genossen hat. Besonders bedanken möchte ich mich noch mal bei den Referenten, die im letzten Jahr da waren, die auch als Highlight bewertet wurden, wie ein Professor Constantin May, der über Karakuri-Kaizen spricht versus Industrie 4.0. Das ist, denke ich mal, wiederum etwas Neues. Das Credo lautet zu diesem Thema Hightech wo nötig, nicht wo möglich. Und in dem Fall ein interessanter Vortrag zum Thema oder in Anlehnung auch an Industrie 4.0. Herausragend gibt es definitiv mal eine Person, die man vielleicht ein bisschen höher heben sollte.

Das ist der Professor Klaus Hipp, den wir gewinnen konnten. Er wird referieren über die Ethik im Wirtschaftsleben, sorgt für kontinuierliche Verbesserung.

Und weitere Highlights, da werden wir mit Sicherheit auch gleich noch ein bisschen intensiver drüber sprechen. Ich bin auch besonders stolz, die Frau Katrin Kern-Ludwig gewinnen zu können, die sich intensiv mit dem Inkompetenzmanagement beschäftigt, beziehungsweise dort referiert. Und dieses Referat, da bin ich mir sicher, da müssen Sie danach auch kein Seminar besuchen. Es geht darum, ich kann auch besser werden, wenn ich mich mit Fähigkeiten, Kenntnissen oder Befugnissen im Unternehmen beschäftige. Bedeutet, manchen Unternehmen wäre schon geholfen, wenn Führungskräfte ein bisschen mehr Befugnisse bekommen, sodass sie dadurch besser werden. Und dementsprechend gibt es ganz, ganz viele Highlights. Da kann man wirklich von oben in der Agenda über die zwei Tage gucken. Sehr spannende Vorträge.

Götz Müller: Okay. Ja, also ich fand auch diesen Aspekt, wie Sie es gerade genannt haben, dieses Jahr vom Herrn Hipp, letztes Jahr vom Herrn Grupp, da kommen eben nochmal Impulse mit rein, wo man dann sagen kann, wenn man den Vortrag gehört hat, ja, das fällt auch unter die Überschrift KVP.

André Kapust: Richtig, das sehe ich genauso, dass solche Vorträge sehr motivierend waren aus dem letzten Jahr. Es ist mit Sicherheit so, dass wir, wenn wir uns die Agenda der zwei Tage genauer anschauen, dass wir wieder sehr, sehr viele verschiedene Themen haben. Aber wie angesprochen haben wir auch den Raum zur Diskussion und auch den Raum, Probleme anzusprechen. Wir haben, ich glaube, mindestens drei KVP-Sprechstunden mit verschiedenen Personen eingebaut, wo man einfach auch auf seine Sorgen, Anregungen, Ideen oder Probleme im Unternehmen diskutieren und ansprechen kann. Wir haben an der Stelle, wie gesagt, sehr interessante Personen gewinnen können. Wir haben neue Themen, beziehungsweise Themen, die nicht so bekannt sind, wie Makagami, die Makagami-Methode. An der Stelle auch besonders stolz bin ich auf die Fabrik des Jahres, die wir gewinnen konnten. Dort haben wir den Geschäftsführer, den Michael Kuno, der von den Fischerwerken kommt.

und einfach auch über die, ja, wie sie das geschafft haben, Fabrik des Jahres zu werden. Dahinter steckt das Fischer-Prozesssystem, ist ein ganzheitlicher Prozess zur schnellen und nachhaltigen kontinuierlichen Verbesserung.

Darüber wird er sprechen, um einfach an der Stelle wettbewerbsfähig zu sein. Und wenn ich jetzt mal so durch meine Agenda an der Stelle schaue, es gibt neue Formate. Wir haben das Thema KVP-Workshops als Barcamps. Barcamps ist ein neues Format, wie man wie Personen ebenfalls Verbesserungen in gewissen Runden erarbeiten können. Das betriebliche Vorschlagswesen, da gibt es einen interessanten Vortrag dazu, um das mal wieder mehr zum Leben zu erwecken. Das Thema Cutter war im letzten Jahr ebenfalls ein sehr erfolgreiches Thema durch den Professor May. Auch das wird in diesem Jahr weiter vertieft, ich glaube sogar in zwei verschiedenen Sessions. Dann, was haben wir noch in der Agenda? Gefangen im Methoden-Dschungel. Da konnten wir den Dr. Mario Buchinger gewinnen, der darüber referieren wird, warum Methoden hinderlich sein können. Auf diesen Vortrag bin ich sehr gespannt, was er dort zu berichten hat.

Götz Müller: Ja, ich denke, es ist dann eine gute Chance eben, auch durch die Praxisvorträge, wie Sie schon gesagt haben, mal zu gucken, was machen andere und so reflektieren, wie kann ich auf mein eigenes Unternehmen das übertragen. Ja, jetzt ist das Thema KVP, der Name ist ja Programm, natürlich eine Sache fürs tägliche Tun. Was sind denn Dinge, die Sie sich als KVP-Institut auf die Fahnen geschrieben haben?

André Kapust: Ich hatte es ja schon eingangs in meiner Vorstellung erwähnt. Wir waren vorher großer Weiterbildungsanbieter von sehr, sehr vielen Themen. Wir sind da auch mehr als Schulungsanbieter wahrgenommen worden und die große Herausforderung für mich im KVP-Institut ist es, das ein bisschen fokussierter zu machen. Also ein einfaches Beispiel dafür, während vorher viele Teilnehmer durch zweitägige Seminare.

Die durch zweitägige Seminare qualifiziert wurden, waren viele nach zwei Tagen einfach nicht in der Lage, ihre Aufgabenstellung, die wirklich sehr vielfältig sein kann, umzusetzen. Von der Tiefe das Beispiel noch mal ein bisschen. Im KVP-Basiswissen, wenn dort zehn Personen sitzen, vier davon wollen es einführen, vier davon wollen es moderieren. Und dementsprechend ist die Frage, eigentlich müssten alle Teilnehmer weitermachen. Das heißt, sie müssen eigentlich weitere Kurse besuchen, um ihre Aufgabenstellung im Unternehmen umsetzen zu können. Jetzt ist es aber auch nicht damit getan, dass ich nur ein Seminar besuche. Und dementsprechend haben wir uns Gedanken gemacht, wie können wir sicherstellen, dass der Teilnehmer, der eine gewisse Aufgabe hat, der eine will moderieren, Der eine will es einführen und der eine will es koordinieren. Wie können wir diese Person qualifizieren?

Und da haben wir uns Gedanken gemacht und sind natürlich sehr schnell zu einer Lösung gekommen, weil es zum Thema Six Sigma etwas Ähnliches gibt. Das heißt, ich besuche einen Six Sigma-Kurs. Wenn ich einen guten Six Sigma-Kurs besuche, dann geht der erstens mal nicht eine Woche am Stück, sondern er ist in verschiedene Phasen eingeteilt. Ich lerne diese Phasen und mache parallel Projekte. Und genau das machen wir bei uns auch. Er besucht bei uns das Basiswissen. Dann kann er anfangen mit einem Projekt. Er besucht bei uns den Moderator. Da bekommt er vertieftes Wissen. Und wir begleiten aber diesen Teilnehmer auf dem Weg, dass er auch im Unternehmen erfolgreiche Verbesserungsprojekte macht.

Und das ist eine Erkenntnis, die natürlich nichts Neues ist. Diese Erkenntnis, die haben wir zu anderen Themen ebenfalls gemacht. Viele wissen, dass ich auch in der FMEA sehr stark bin und da ist es genauso. Also wir haben unser Konzept auch dort geändert. Wir haben den Teilnehmer fünf Tage an unserer Seite. Wir haben ihn zwei Tage zum Basiswissen, drei Tage zum Moderator. Und nach fünf Tagen ist es einfach so, dass wir eine ganz andere Qualität an der Stelle an Personen auf das Unternehmen loslassen und dies dann auch wirklich können. Natürlich ist es so, dass einer von zehn in einem Moderatorenkurs wirklich überlegen sollte oder zwei, ob sie wirklich Moderator werden. Aber sie bekommen von uns das Handwerkszeug, wir begleiten sie, wir stehen als Mentoren im Hintergrund zur Verfügung und sorgen dafür, dass wir gute Personen qualifizieren.

Der Hauptgrund, warum wir uns so intensiv damit beschäftigen und am Anfang dachte ich, ich muss mit diesem Thema Missionieren gehen, aber das Missionieren ist gar nicht mehr. Einfach aus dem Grund, die Unternehmen erkennen, wenn, einfaches Beispiel auch dafür ist, Im Moment suchen im Unternehmen im Monat 22.000 Personen nach Six Sigma und nur 9.000 suchen nach KVP. Es ist aber in der Realität so, dass wir, wir haben mal ein bisschen tiefer analysiert und mal geschaut, dass eigentlich maximal 10% aller Verbesserungsprojekte im Unternehmen eigentlich Six Sigma sind. Jetzt haben wir einen großen Automobilhersteller, der noch nicht in der Agenda auftaucht, der wahrscheinlich nächste Woche in unserer Agenda auftaucht, auch zum Kongress kommt. Er sagt sogar, nur drei Prozent aller Projekte sind Six Sigma-Projekte. Um kurz mal die Erklärung zu geben für denjenigen, der sich nicht so tief mit Six Sigma beschäftigt. Für uns ist eine einfache Interpretation. Überall da, also stellen wir uns einfach mal ein Projekt im Unternehmen vor und dieses Projekt, da sehe ich einen Lösungsweg. Ich sehe, wenn ich das angehe, da werde ich erfolgreich sein. All das sind für uns Projekte, die durch KVP laufen. Überall dort, wo ich eine Unbekannte habe, wo ich seit vielen Jahren eigentlich gar nicht weiß, warum habe ich das Problem. Ich kenne die Ursachen nicht, ich weiß eigentlich recht wenig. Das sollte man vielleicht wirklich mit Six Sigma angehen. Das heißt, die einfache Interpretation für uns ist, wenn ich Unbekannte habe und wirklich keinen Ansatz habe, dass ich irgendwas weiß, dann ist es Six Sigma und wenn ich einen Lösungsweg erkenne, dann ist es KVP.

Und dementsprechend brauche ich gar nicht an der Stelle zu viel zu missionieren, sondern die Aufgabe ist es eigentlich lediglich für uns, den Unternehmen mitzuteilen, dass Six Sigma wichtig ist, um die Unbekannten natürlich zu knacken, zu lösen, mit einem anderen Ablauf, auch mit mehr statistischen Werkzeugen heranzugehen. Und die Aufgabe ist es, in den Unternehmen mehr Personen zu befähigen, die 90 Prozent, so wie wir sagen, oder 97 Prozent der Probleme anzugehen mit einfachen, aber auch KVP besitzt nicht nur einfache Methoden. KVP besitzt ebenfalls natürlich Statistik. Deswegen bedeutet es für uns, die Herausforderung ist, gute Personen auszubilden, die das dann auch im Unternehmen ebenfalls anderen beibringen können.

Götz Müller: Ja und speziell dieser Begleitungsaspekt, dieser Mentoring-Coaching-Aspekt, das kann ich also aus meiner eigenen Six Sigma Ausbildung absolut bestätigen. Das war für mich ein ganz entscheidender Faktor, um dann das Projekt auch erfolgreich abzuschließen.

André Kapust: Ja, das auf jeden Fall. Ich hatte ja durch meine Firma einen großen Einblick auch in Six Sigma Projekte, die Teilnehmer abgeliefert haben. Auch da behaupte ich heute, dass 80 Prozent aller Projekte, die in solchen Six Sigma-Kursen gemacht sind, eigentlich auch keine Six Sigma-Projekte sind. Einfaches Beispiel, wir sind ein renommierter Uhrenhersteller, wir haben auf dem Weg zur Produktion einer Uhr viel Goldverlust. Klingt das nach lösbar, Herr Müller, oder klingt das nach nicht lösbar?

Götz Müller: Für mich ist immer alles lösbar.

André Kapust: Genau, und genau das ist auch, glaube ich, ein Argument, warum man mehr KVP eigentlich machen sollte. Einfach aus dem Grund, wenn es im ersten Moment so ist, ist halt die Frage, das würde ich definitiv durch KVP laufen lassen. Und die Realität hat natürlich gezeigt, in diesem Beispiel, was ich jetzt da einfach mal abstrahiere, wenn das beim Fräsen passiert und ich da eventuell eine bessere Absaugung hätte, dann habe ich weniger Goldverlust. Wenn es in diesem Beispiel jetzt so wäre. Das hat mit Six Sigma nichts zu tun. Das Problem ist nur, dass viele Personen, die natürlich eine Six Sigma Ausbildung genießen, das jetzt wunderbar statistisch verpacken können. Und deswegen ist auch die Herausforderung eigentlich, dass Geschäftsführer mehr Wissen über KVP, aber auch als Six Sigma bekommen, dass ich natürlich nicht solche Langläuferprojekte mit Six Sigma zu solchen Themen mache.

Natürlich, ich kann mich dann als Held im Unternehmen feiern, wenn ich einen gewissen Prozess verbessert habe und wunderbar über Six Sigma das aufzeigen kann. Ich meine, letztendlich ist es ja egal, ob ich das mit KVP oder mit Six Sigma löse.

Und das Ergebnis wird mit Sicherheit das Gleiche sein. Nur bin ich der Meinung, dass wir auch das mit einfachen Werkzeugen lösen können und dementsprechend nicht immer einen langen Prozess brauche. Und wir haben ja auch das Problem bei Six Sigma und KVP, wenn ich die beiden jetzt nochmal intensiver vergleiche. Das eine ist Bottom-up, das eine ist Top-down. Und dementsprechend ist die Frage, warum ist es denn überhaupt so? Warum läuft sich Sigma top down?

Wir reden da auch noch von einem Sponsor, der das Ganze unterstützt. Aber wir reden immer noch von maximal 10% aller Projekte und 90% aller Projekte, da haben wir jetzt keinen Sponsor. Und da versuchen wir natürlich mit unseren Konzepten, wenn wir in Unternehmen das Ganze einführen, da auch ein bisschen mehr Klarheit da reinzubringen und dass das Ganze erfolgreich läuft.

Götz Müller: Ja, letzten Endes geht es eben speziell beim KVP mit dem Bottom-up-Aspekt darum, die Menschen vorzubefähigen. Mir ist bei Ihrer Erzählung da sofort dieses Beispiel der leeren Seifenschachteln eingefallen, wo man einfach einen Ventilator ans Ende der Produktionsstraße gestellt hat, der die leeren Schachteln weggeblasen hat.

André Kapust: Genau, wir haben natürlich auch sehr erfolgreiche Projekte, da läuft das ganze KVP nicht nur Bottom-up, sondern auch Top-down. Es gibt auch, wenn KVP heißt, dass alle Mitarbeiter in den Prozess involviert sind und es auch mal ein Projekt geben kann, was von der Geschäftsführung wichtig ist und man das als KVP-Projekt aufsetzt. Deswegen, ich sehe das heute so, dass das ist vollkommen in Ordnung, dass das KVP in Unternehmen top-down sowie bottom-up funktionieren kann. Das ist natürlich vollkommen richtig, da gebe ich Ihnen recht. Da kommt es her, das KVP, das ist das Instrument für die Mitarbeiter, um auf Missstände hinzuweisen, Probleme von unten zu lösen.

Aber letztendlich geht es immer ums Gleiche, so wie es auch mal so schön in der ISO definiert war. Die Unternehmen haben sich verschrieben, besser zu werden. Und genau das wollen wir an der Stelle erreichen, dass Unternehmen sich einfach damit intensiver auseinandersetzen mit dem Thema Verbesserung. Und das bedeutet nicht, dass ich mich nur mit Lean, also ich will im KVP nicht nur optimieren, was ich auch schon eingangs erwähnt hatte, sondern was machen wir denn mit dem Kindergarten? Der Kindergarten will jetzt nicht nur optimieren. Natürlich, wenn es Stellen gibt, wo der Kindergarten etwas optimieren kann, dann ist es natürlich so, dass der Kindergarten das tun sollte. Aber hier geht es wahrscheinlich mehr um das Thema Sicherheit. Wie kann ein Kindergarten noch mehr tun, um die kleinen Kinder auf dem Lebensweg vorzubereiten.

Und dementsprechend sind das auch spannende Projekte für uns, genauso wie wir begleiten einige Start-up-Unternehmen, die besser werden wollen. Die produzieren recht wenig. Da ist es auch jetzt Blödsinn zu sagen, wir fangen da mit Lean-Elementen an. Wir versuchen, deine Fertigung zu optimieren. Da ist es vielleicht wirklich besser. Wir versuchen, die Prozesse im Unternehmen zu verbessern und dementsprechend vielleicht den Vertriebsprozess mal genauer zu analysieren. Wie könnte der nicht ein bisschen besser laufen? Ja, genau.

Götz Müller: Okay, den Aspekt Kindergarten fand ich auch sehr spannend. Jetzt zum Abschluss nochmal kurz einen Rückblick auf den KVP-Kongress in dem Sinne von, dass Sie einen kleinen Bonus für die Zuhörer mitgebracht haben?

André Kapust: Ja, wir haben einen kleinen Bonus mitgebracht, in dem der Hörer bzw. Der Hörer, der es einem anderen Hörer eventuell auch noch empfiehlt, 25% Rabatt bekommt. Diese Aktion gilt den ganzen September über. Wir erwarten dieses Jahr mehr als 150 Teilnehmer und dementsprechend würde es uns natürlich freuen, wenn Sie diesen Podcast auch weiterempfehlen. Deswegen auch andere könnten, die den Podcast hören, natürlich 25% Rabatt bekommen.

Götz Müller: Genau, ganz praktisch. Wie machen wir das da? Die Teilnehmer geben einfach bei der Anmeldung an, dass sie über den Podcast gekommen sind.

André Kapust: Genau. Das heißt, wir haben jetzt kein spezielles Rabattfeld, aber es gibt definitiv ein Feld, wo Fragen oder Anregungen gestellt werden können. Da würde es für uns ausreichen, dass Sie Podcast einfach als Wort reinschreiben oder Sie schreiben Götz Müller an der Stelle rein. Wir bekommen es natürlich dadurch sofort heraus und dementsprechend berücksichtigen wir die 25 Prozent.

Götz Müller: Okay, prima. Also auch an der Stelle vielen Dank. Vielen Dank für Ihre Informationen, für den Beitrag jetzt. Und ja, wir sehen uns ja auch dann im November. Ich schiebe an der Stelle so einen kleinen persönlichen Werbeblock ein. Ich mache auch einen Vortrag zum Thema Training with an Industry, auf den ich mich schon freue und auch auf die anderen interessanten Themen. Ja, vielen Dank.

André Kapust: Vielleicht sagen Sie da noch ein paar Worte zu, zur TWI, weil sehr bekannt, die Abkürzung ist sehr bekannt.

Götz Müller: Ja, gerne. Also Training with an Industry. Ich würde sagen, es sind die Wurzeln des Lean-Managements. Ich höre immer mal wieder so die Aussage, ein bisschen umgangssprachlich ausgedrückt, japanischer Scheiß funktioniert bei uns nicht. Wenn man sich dann aber eben mal genau informiert, wo es herkommt, dann erkennt man, dass es seine Wurzeln vor über 70 Jahren in einem Programm der amerikanischen Regierung hatte, wo es darum ging, Menschen zu befähigen, anderen möglichst schnell in der Arbeit zu unterweisen, weil sie damals die Herausforderung hatten, eben ungelernte Arbeitskräfte in die Arbeitsprozesse reinzukriegen, speziell Landwirtschaft oder Frauen.

Und das Ganze aber gepaart mit einer Sache, die von dem damals und auch zum Teil heute noch sehr stark verbreiteten Taylorismus, also sprich, da gibt es halt die Ebene unten in der Werkstatt, in der Fabrikhalle und da gibt es irgendwo sowas wie ein Management, da aber eine Verbindung zu schaffen, wo ich sage, damals schon weit seiner Zeit voraus und meiner Ansicht nach auch heute noch. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Es gibt eine kleine Podcast-Episode dazu, da kann der Interessierte sich anhören oder natürlich einfach auf den KVP-Kongress kommen.

André Kapust: Ja, ich bin ebenfalls sehr gespannt auf Ihren Vortrag und kann es kaum erwarten, dass der Kongress beginnt.

Götz Müller: Ja, kann ich mir vorstellen. Okay, also dann sage ich danke nochmal und bis dann.

André Kapust: Ja, vielen Dank.

Götz Müller: Das war die heutige Episode im Gespräch mit André Kapust vom KVP-Institut. Wir haben uns über den KVP-Kongress 2016 unterhalten. Weitere Informationen zum Programm finden Sie in den Notizen zu dieser Episode.

Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, freue ich mich über Ihre Bewertung bei Apple Podcasts. Sie geben damit auch anderen Lean-Interessierten die Chance, den Podcast zu entdecken.

Ich bin Götz Müller und das war Kaizen to go. Vielen Dank fürs Zuhören und Ihr Interesse. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit bis zur nächsten Episode. Und denken Sie immer daran, bei allem was Sie tun oder lassen, das Leben ist viel zu kurz, um es mit Verschwendung zu verbringen.

KI-generierte Zusammenfassung

In dieser Episode spricht Götz Müller mit André Kapust über den KVP-Kongress 2016, dessen Ausrichtung, Zielgruppe und inhaltliche Schwerpunkte. André Kapust ist Gründer und Inhaber des KVP-Instituts und blickt auf eine langjährige Erfahrung im Qualitäts- und Verbesserungsumfeld zurück. Nach Stationen unter anderem bei Bosch sowie der Gründung von TQM Training & Consulting, das später an den WEKA-Verlag verkauft wurde, fokussiert er sich heute mit dem KVP-Institut konsequent auf das Thema kontinuierliche Verbesserung.

Zu Beginn erläutert André Kapust seinen Hintergrund und seine Motivation. Sein Anspruch ist es, Verbesserung nicht nur als Optimierungsinstrument für Industrieunternehmen zu verstehen, sondern branchenübergreifend wirksam zu machen. Neben klassischen Produktionsunternehmen adressiert er bewusst auch Start-ups oder sogar Kindergärten. Dabei geht es nicht ausschließlich um Effizienz oder Verschwendungsreduzierung, sondern auch um Themen wie Sicherheit oder die Frage, wie Organisationen insgesamt besser werden können.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der KVP-Kongress und die Frage, was ihn von anderen Veranstaltungen unterscheidet. André Kapust hebt insbesondere das Veranstaltungskonzept hervor. Statt eines einzelnen Vortragsraums laufen mehrere Sessions parallel, wodurch die Teilnehmenden Wahlmöglichkeiten haben. Zusätzlich werden die Vorträge aufgezeichnet, sodass keine Inhalte verloren gehen, wenn zwei Themen gleichzeitig interessieren. Ein weiterer Unterschied liegt im bewusst geschaffenen Raum für Austausch. Referenten stehen im Anschluss für Gespräche zur Verfügung, es gibt einen Marktplatz mit Ausstellern sowie spezielle Diskussionsformate. Der Kongress versteht sich nicht nur als Vortragsveranstaltung, sondern auch als Plattform für Vernetzung und Erfahrungsaustausch.

Die Zielgruppe hat sich breiter entwickelt als ursprünglich geplant. Neben KVP-Koordinatoren und -Praktikern nehmen zunehmend Geschäftsführer, Führungskräfte und Abteilungsleiter teil. Viele suchen konkrete Impulse, um ihre Organisation weiterzuentwickeln. André Kapust betont den Weiterbildungscharakter der Veranstaltung. Die Vorträge seien so konzipiert, dass sie inhaltlich in die Tiefe gehen und unmittelbaren Nutzen stiften.

Ein Rückblick auf das Vorjahr zeigt eine sehr hohe Zufriedenheit. Die Organisation erhielt Bestnoten, ebenso die Qualität der Vorträge. Kritikpunkte, etwa ein hoher Anteil an Beratern unter den Referenten, wurden aufgenommen. Für die aktuelle Ausgabe wurden daher noch mehr Praxisvertreter aus Unternehmen eingebunden, um Erfahrungsberichte aus erster Hand zu stärken.

Inhaltlich bietet der Kongress eine breite Themenpalette. Referenten wie Professor Constantin May sprechen über Karakuri-Kaizen im Kontext von Industrie 4.0 und vertreten das Credo, Hightech nur dort einzusetzen, wo es wirklich notwendig ist. Professor Klaus Hipp beleuchtet ethische Fragestellungen im Wirtschaftsleben als Grundlage für nachhaltige Verbesserung. Katrin Kern-Ludwig widmet sich dem Thema Inkompetenzmanagement und der Frage, wie Unternehmen durch klare Regelung von Befugnissen und Verantwortlichkeiten leistungsfähiger werden. Praxisbeispiele wie der Beitrag von Michael Kuno von den fischerwerken zur Auszeichnung „Fabrik des Jahres“ zeigen, wie ganzheitliche Prozesssysteme Wettbewerbsvorteile schaffen können. Ergänzt wird das Programm durch neue Formate wie Barcamps, KVP-Sprechstunden und vertiefende Workshops.

Ein zentraler Diskussionspunkt zwischen Götz Müller und André Kapust ist die Abgrenzung zwischen KVP und Six Sigma. André Kapust beschreibt eine pragmatische Unterscheidung: Wenn der Lösungsweg grundsätzlich erkennbar ist, eignet sich KVP. Wenn hingegen zentrale Einflussgrößen unbekannt sind und tiefgehende Ursachenanalysen erforderlich werden, ist Six Sigma sinnvoll. Nach seiner Einschätzung betreffen jedoch 90 bis 97 Prozent aller Verbesserungsprojekte klassische KVP-Themen. Dennoch werde in Unternehmen häufig zu schnell zu Six Sigma gegriffen, auch bei vergleichsweise einfachen Fragestellungen.

Wesentlich ist für André Kapust die Qualifizierung von Mitarbeitenden. Reine Zwei-Tages-Seminare reichen aus seiner Sicht nicht aus, um nachhaltige Verbesserungsfähigkeit aufzubauen. Das KVP-Institut setzt deshalb auf modulare Ausbildungsformate mit begleitenden Projekten und Mentoring. Teilnehmende werden über mehrere Phasen hinweg unterstützt und setzen parallel reale Verbesserungsprojekte um. Dieser Praxisbezug erhöht die Wirksamkeit deutlich. Götz Müller bestätigt aus eigener Erfahrung, wie entscheidend begleitendes Coaching für den Erfolg von Projekten ist.

Auch die Frage nach Top-down- und Bottom-up-Ansätzen wird differenziert betrachtet. KVP entstand ursprünglich als Instrument zur Einbindung der Mitarbeitenden. Dennoch können auch von der Geschäftsführung initiierte Projekte sinnvoll im KVP-Rahmen umgesetzt werden. Entscheidend ist, dass Unternehmen systematisch an ihrer Verbesserungskultur arbeiten und Menschen befähigen, Probleme eigenständig zu lösen.

Zum Abschluss stellt André Kapust einen Bonus für Hörerinnen und Hörer vor: Wer sich unter Bezug auf den Podcast anmeldet, erhält einen Rabatt auf die Teilnahmegebühr. Götz Müller weist zudem auf seinen eigenen Beitrag zum Thema Training Within Industry hin und ordnet TWI historisch als eine der Wurzeln des Lean Management ein.

Das Gespräch macht deutlich, dass der KVP-Kongress nicht nur Methoden vermittelt, sondern einen breiten Diskurs über Verbesserungskultur, Qualifizierung und unternehmerische Verantwortung anstoßen will.

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