Was Galileo Galilei schon von der Toyota Kata wusste

Galileo Galilei

Heute ist mal wieder eine historische Person dran und da er sich mit eher „global-galaktischen“ Dingen beschäftigt hat, dachte ich mir, dass ich das auch für seinen (konstruierten) Bezug zur Toyota Kata so machen könnte.

Der Aufhänger dafür ist sein Zitat, dass man einen Menschen nicht lehren, sondern ihm nur helfen kann, das zu entdecken, das schon in ihm steckt.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, wie man daraus einen Bezug zur Toyota Kata knüpfen kann.

Dazu muss ich wahrscheinlich erstmal etwas ausholen (konstruiert und global-galaktische Dimensionen erwähnte ich ja schon ;-)

Bei der Toyota Kata geht es ja auch darum, wissenschaftliches Denken in den Menschen anzuregen und in diesem Kontext eine lernende Organisation zu schaffen.

Wissen hat zwar immer auch einen äußeren Bezug (im Sinne der Quelle des allgemeinen Wissensumfang und dem Vergleich zum eigenen Wissen), der entscheidende Aspekt ist aber in meinen Augen der Wissensdurst, der eben von innen kommt.

Die Aufgabe der Führungskraft ist es also, diesen Wissensdurst anzuregen und zu fördern.

Im Grund kann man diese Metapher noch etwas weiter spinnen im Sinn eines anderen Sprichworts, dass man ein Pferd zwar zur Träge führen kann, es aber immer noch selber trinken muss (ich will hier aber auf keinen Fall den Mensch mit einem Pferd vergleich).

Wenn das Pferd nicht durstig ist, wird es vermutlich nicht trinken. So wie eben der Mensch seinen Wissendurst gar nicht stillen wollen wird, wenn er diesen gar nicht verspürt oder als solchen wahrnimmt.

Das ist dann der Moment, an dem äußere Hilfe gefragt ist, eben diesen Durst anzuregen.

„Man kann einen Menschen nichts lehren. Man kann ihm nur helfen, das zu entdecken, was schon in ihm steckt.“

– Galileo Galilei

Beispielsweise, indem durch Fragen ein äußerer Bezug hergestellt wird. Typischerweise, indem eine Form der Lücke zwischen dem Außen und dem Innen (dem Wissen) bewusst gemacht wird (was dann einfach auch schon der allgemeinen Problemdefinition entspricht).

Was in meinen Augen und im Bezug zu dem Zitat auch schon im Menschen drinsteckt, ist das wissenschaftliche Denken in Form von Hypothese, Versuch und Irrtum und der Reflexion darüber. Auch wenn das anfänglich den meisten oder sogar wahrscheinlich allen Menschen vor einem bestimmten Zeitpunkt so gar nicht bewusst ist. Zumindest das Denken über eine Sache kann zwar von außen angeregt und tw. auch beeinflusst werden, aber das Denken an sich kommt immer von innen und ist daher also auch schon so angelegt.

Auch da spielt die erwähnte Hilfe also wieder eine ganz wichtige Rolle.

Die letzte Form der Hilfe ist dann die Unterstützung bei der Überwindung der Unbequemlichkeit, die mit dem Lernvorgang verbunden ist.

Genau genommen geht es auch dabei nicht darum, dass die Unbequemlichkeit durch äußere Maßnahmen verschwindet, sondern, dass sich das Verständnis dafür verändert. Letztlich so, wie man den Regen nicht abstellen, aber geeignete Kleidung oder einen Schirm verwenden kann.

Die Prinzipien der Toyota Kata sind also diese äußeren Hilfsangebote, mittels Fragestellungen (eben nicht mittels sagen oder anweisen), etwas zu entdecken, das vorher schon (versteckt bzw. verborgen) angelegt war.

Wenn Sie wissen möchten, wie die Toyota Kata in Ihrem Verantwortungsbereich eingesetzt werden kann, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir über dieses Formular auf oder greifen Sie einfach zum Telefon und rufen Sie mich unter 0171-7342717 an.

Falls die Umstände für Sie aktuell eine Kontaktaufnahme verhindern, legen Sie sich doch eine Wiedervorlage an.

Frage: Welche äußere Unterstützung nutzen oder bieten Sie, um vorhandene „Dinge“ zum Vorschein zu bringen? Welche Erfahrungen haben Sie dabei gemacht? Welche Hürden begegnen Ihnen dabei?

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