KVP – eine Frage der Sünde?

Sünde

Hatte ich gesagt, dass die Artikel­serie zu Ende ist? Als Fan von Steve Jobs und Peter Falk (alias Inspector Columbo) … There is one more thing … ;-)

Was haben Pfarrer, Unter­nehmens­berater, Schwaben, Unter­nehmer, Unkraut, Kehrwoche und Sünden gemeinsam?

Wissen Sie für einen Schwaben die zweitgrößte Sünde ist?
Wenn man sonntags vom Pfarrer beim Unkraut jäten erwischt wird. Ersatz­weise können Sie hier auch Auto waschen oder Kehr­woche einsetzen.

OK, so weit die zweitgrößte Sünde.

Was ist dann aber die größte Sünde?
Wenn er gar nicht jätet!

Gut, gut. Die Witz ist wahr­schein­lich fast so alt wie die Kehr­woche selber ;-)

Was ist dann für einen Unter­nehmer die zweit­größte Sünde?
Wenn er sich für die Lösung der Probleme in seinen Geschäfts­prozessen einen Unter­nehmens­berater ins Haus holen muss.

Und was ist dann die größte Sünde?
Wenn er sich keinen holt!

Was will ich damit ausdrücken?

Natürlich ist es besser, wenn man seine Probleme selber lösen kann. Gute und sich konti­nuier­lich verbes­sernde Prozesse zu haben bzw. dafür zu sorgen, ist in meine Augen ein Teil der Auf­gaben des Unter­nehmers. Die Betonung liegt dabei auf dem dafür sorgen.

„Die Suche nach Sünden­böcken ist von allen Jagdarten die einfachste.“

– Dwight D. Eisenhower

Von alleine verbessern sich die Prozesse aber nicht. Es muss schon Energie dafür aufge­bracht werden. Ein Teil der Energie sollte auch darauf verwendet werden, dass im Unter­nehmen bei Führungs­kräften und Mitar­beitern die notwendigen Kompe­tenzen zur Verbes­serung aufgebaut werden, damit das aus eigener Kraft gewähr­leistet werden kann.

Mindestens an dieser Stelle muss von außen Wissen ins Unter­nehmen gebracht werden. Entweder passiert das durch die Ein­stellung schon kompe­tenter Mitar­beiter, durch Schulung vorhandener Mitar­beiter oder durch Beratung (mit Schulungs­anteilen).

Bei erkannten Problemen den Kopf in den Sand zu stecken, ist vielleicht eine bewährte Vogel-Strauß-Technik aber kein unter­nehme­risches Handeln.

Insofern ist es die größte Sünde einfach nichts zu machen. So wie Unkraut nicht von selbst verschwindet, sich das Auto nicht von selbst wächst und selbst­reini­gende Treppen­häuser noch nicht erfunden wurden (an letzterem arbeitet aber bestimmt irgendwo ein schwä­bischer Tüftler ;-)

PS: Das Bild ist aus meinem Garten. Bzgl. Unkraut bin ich ein großer Sünder. Fragen Sie mal meine Frau. Die falschen Priori­täten wären auch eine Sünde …

Frage: Wie gehen gehen Sie in Ihrem Unter­nehmen mit Problemen in den Prozessen und Abläufen um? Wann vertrauen Sie auf eigene Kompe­tenzen? Wann nutzen Sie Unter­stützung von außen?

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