Welche Rolle die Unterschiede in Tätigkeiten oder Branchen spielen und wie man damit umgeht

Unterschiede

Eine Aussage, auf die ich bei meiner Beratung immer wieder stoße, dreht sich um die Unterschiede zwischen den Tätigkeiten oder den Branchen, in denen Lean & Co. angewendet werden soll. In der Regel wird darauf abgehoben, dass es bei den Tätigkeiten nicht um die Produktion von Autos handelt.

Dabei ist es dann im Grunde egal, ob es sich „bloß“ um Tätigkeiten außerhalb der Produktion handelt, aber durchaus um ein industrielles Umfeld (also die sogenannten indirekten Bereiche in verschiedenen Office-Situationen) oder ob es sich schon von der Kernleistung her um Dienstleistungsbranchen handelt.

Andere Differenzierungsaussagen rühren dann auch aus dem vermeintlichen Nicht-Auftreten von Stückzahleffekten her, die oft mit dem Aspekt Produktion oder eben im Extremfall mit dem Bild der Autoproduktion in Verbindung gebracht werden.

Dabei wird leider viel zu oft übersehen, welche Chancen damit verschenkt werden. Entweder weil vergleichbare Problemstellungen gar nicht in Betracht gezogen werden, oder weil davon ausgehend vergleichbare Lösungen schon von vornherein verworfen werden.

Ein Aspekt, der mit immer wieder begegnet, basiert auf dem Unverständnis (unbewusst, nicht einmal unbedingt willentlich) der verschiedenen Leistungsarten.

Das kommt dann darin zum Ausdruck, dass die Beteiligten (alle, bis zu den Geschäftsführern oder Inhabern) davon ausgehen, dass der Anteil der wertschöpfenden Tätigkeiten im Bereich von 50, 60, 70 oder mehr Prozent liegt.

In der Regel handelt sich dabei aber um Größenordnungen, die in Wahrheit eher im Bereich von 20 bis 30 % liegen, oder sogar noch darunter.

Oft werden alle, zwar notwendigen, aber trotzdem nicht wertschöpfenden Anteile der Nutzleistung (unbewusst) zugeschrieben.

Deshalb besteht auch selten ein entsprechendes Problembewusstsein und auch kein Streben danach, diese Anteile der Leistung erstens eindeutig zu identifizieren und dann zweitens zu reduzieren und kontinuierlich zu minimieren.

Manchmal sind es auch Vorgänge, die im Grund in die Kategorie der Rüstvorgänge fallen, aber in der Realität sich eben anders darstellen, weil vermeintlich wenig oder keine Maschinen beteiligt sind.

„Sehr geringe Unterschiede begründen manchmal sehr große Verschiedenheiten.“

– Marie von Ebner-Eschenbach

Aber auch das Abkleben von Fenstern, Steckdosen und Schaltern lässt sich als eine Form der Vorbereitung eines anderen, dann wertschöpfenden Arbeitsgang – der eigentlichen Malerarbeiten – betrachten, was letztlich nichts anderes wie ein Rüstvorgang ist.

Hier besteht tw. die jahrzehntelange Gewohnheit, dass diese Arbeiten als Teil der Leistung betrachtet und deshalb kaum hinterfragt werden. Man macht es so, weil man es schon immer so gemacht hat.

Weil dann bezogen auf die einzelnen Baustellen eine vergleichsweise hohe Individualität besteht, wird verkannt, dass sich bei Betrachtung der Einzelvorgänge aber ein hoher Wiederholungsfaktor ergibt und sich schon deshalb die Argumentation der vermeintlichen Unterschiede beginnt aufzulösen.

Durch den Wiederholungsfaktor ergeben sich wiederum Chancen, die erstens bewusst wahrgenommen und zweitens aufgegriffen werden müssen, um sie zu nutzen.

In nicht wenigen Fällen kann es nützlich sein, durch einen externen, unbelasteten Blick Anregungen zu erhalten, wo die Potenziale in den Prozessen stecken und wie diese ausgeschöpft werden können, um produktiver zu arbeiten, Kunden besser zu bedienen und geschäftlich erfolgreicher zu werden.

Wenn Sie diesen Blick von außen auch für Ihr Unternehmen oder Ihren Bereich nutzen wollen, nehmen Sie doch einfach jetzt Kontakt zu mir auf, gerne über dieses Formular oder indem Sie zum Telefon greifen und mich unter 0171-7342717 anrufen.

Wenn Sie sich einen ersten Eindruck auf mein Leistungsspektrum verschaffen wollen, können Sie dies auf dieser Übersichtseite tun. Sie haben dort die Wahl den Fokus auf Einzelpersonen, Team oder das gesamte Unternehmen zu legen und dafür zugeschnittene Leistungspakete zu finden.

Frage: Welche Unterschiede werden vermeintlich in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Branche vorgeschoben, um die Möglichkeit und Wirksamkeit von Prozessoptimierungen in Frage zu stellen? Wie lassen sich diese Unterschiede auflösen? Welche Chancen könnten sich daraus ergeben?

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