Gegen Verschwendungen – ein Manifest

Das Leben ist zu viel kurz, um es mit Verschwendungen zu verbringen!

Verschwendungen sind das, was der Name ausdrückt: Verschwendungen – “Onehdich wie a Gropf” (unnötig wie ein Kropf – für die Nichtschwaben). Anders ausgedrückt ist es die über­mäßige, ineffi­ziente oder ineffek­tive Nutzung end­licher Ressourcen.

There is nothing quite so useless, as doing with great efficiency, something that should not be done at all. – Peter F. Drucker

Verschwendungen schaffen keine Werte. Was aber sind Werte? Was immer Sie dafür halten! Im unternehmerischen Sinn alles, wofür ein Kunde bezahlt, was vorher nicht existiert hat (Neues und Verändertes) und was beim ersten Mal richtig gemacht wird. Im privaten Sinn? Alles, was einem Menschen nützt. Und keinem anderen schadet!

Life is too short to build something nobody wants. – Ash Maurya

Wo treten Verschwen­dungen auf? Überall. Sollten wir uns deshalb damit abfinden? Niemals. Auch das Leben wird irgendwann enden (zumindest in der uns derzeit bekannten Form). Trotzdem leben wir es – jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Manchmal nur nicht bewusst genug und nur deshalb können Verschwendungen ihre zerstörerische Kraft entwickeln.

The most dangerous kind of waste is the waste we do not recognize. – Shigeo Shingo

Was das Toyota Production System, Lean, Kaizen & Co. auch bedeuten kann und wie das den Menschen hilft, kommt sehr gut in diesem Video zum Ausdruck.
Anmerkung: Leider ist das Video mittlerweile wg. dem Youtube-GEMA-Konflikt in Deutschland gesperrt, Umwege sind hier zu finden.

Verschwendungen fühlen sich dort wohl, wo keine Strukturen existieren, keine Strukturen im Aufbau und/oder im Ablauf. Fehlende Strukturen sind fehlende Standards. Fehlende Strukturen bewirken unklare Zuständigkeiten, fehlende Strukturen bewirken unklare Anforderungen und Erwartungen, fehlende Strukturen behindern die Schaffung von Werten. Fehlende Strukturen stören auch Innovation, Veränderung und Erneuerung. Weil kein stabiler Boden existiert auf dem Wachstum gedeihen kann. Strukturen entstehen nicht von selbst, sie müssen aktiv geschaffen werden. Und sie müssen an die Beteiligten kommuniziert und von diesen verstanden werden. Erst dann können sie ihre Kraft entwickeln.

Structure follows strategy … as the left foot follows the right. – Henry Mintzberg

Was hat das mit mir zu tun? Mein unternehmerischer Antrieb ist es, Menschen zu unterstützen, Verschwendungen zu erkennen und dann vermeiden. Dazu gehört auch die Analyse (nicht) vorhandener Strukturen und deren Transformation. Durch diese Kombination entstehen Freiräume für die Menschen, die sie dann wertschöpfend nutzen können – für sich selbst und die Systeme (Unternehmen, Familie, Beziehung, Gesellschaft usw.), in denen sie arbeiten und leben.

If the ladder is not leaning against the right wall, every step we take just gets us to the wrong place faster. – Stephen R. Covey

Was hat das mit Ihnen zu tun? Verschwendungen haben den gemeinen Seiteneffekt, dass sie von den Betroffenen nicht wahrgenommen werden. Weil man sich schon daran gewöhnt hat. Weil das Bewusstsein dafür fehlt. Weil man zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt ist. Deshalb sind Impulse von außen hilfreich, um die Verschwendungen wieder in den Fokus zu rücken und sie dann zu vermeiden.

If you love life, don't waste time, because time is what life is made of. – Benjamin Franklin

Wie mache ich das? Durch die Einführung von Kontinuierlichen Verbesserungsprozessen schaffe ich in Unternehmen eine Kultur, in der die Menschen Verschwendungen selbstständig wahr­nehmen und vermeiden. Unternehmer unterstütze ich durch Fragen darin, blinde Flecke in ihrem betrieblichen und persönlichen Umfeld zu erkennen. Führungskräfte entwickle ich zu Triebkräften in Verbesserungsbestrebungen und die Mitarbeiter zu wirkungsvollen Einflussfaktoren in den Systemen.

Time waste differs from material waste in that there can be no salvage. The easiest of all wastes and the hardest to correct is the waste of time, because wasted time does not litter the floor like wasted material. – Henry Ford

Verschwendete Zeit ist unwiederbringlich verloren, sie ist nicht nur wie verlorenes Geld im Besitz von jemand anderem (zumindest solange, wie noch niemand eine funktionierende Zeitmaschine erfunden hat). Alle Menschen sind bzgl. ihrer Zeit auch völlig gleichgestellt und mit 24 h an jedem einzelnen Tag ausgestattet. Zeit ist der demokratischste Aspekt menschlichen Daseins. Wie die “gesparte” Zeit genutzt wird, ist wieder eine Wertefrage, die jede/r Einzelne für sich selbst beantworten darf. Das kann dann auch die einzige Gelegenheit sein, bei der Verschwendung erlaubt ist.

Wer gutes tun will, muss es verschwenderisch tun. – Martin Luther

In meinen Blog-Artikeln finden Sie regelmäßige Denkanstöße für das weite Feld der Verschwendungsvermeidung und deren Umfeld in betrieblichen, organisatorischen und privaten Bereichen. Mal aus der Sicht des Beraters, mal aus der Sicht des Beobachters und manchmal auch des Betroffenen.


Anfang 2015 ist mir auf einem Seminar das folgende Gedicht begegnet, das 1904 für einen Wettbewerb zu der Frage eingereicht wurde, was Erfolg ist. Die Übersetzung habe ich aus verschiedenen Quellen zusammengestellt.

Es hat derjenige Erfolg gehabt, der gut gelebt, oft gelacht und viel geliebt hat;
Der sich Vertrauen und Achtung kluger Menschen verdiente und die Liebe kleiner Kinder;
Der seinen Platz fand und seine Aufgabe erfüllte;
Der niemals vergaß, die Schönheit der Erde zu schätzen und dies auszudrücken;
Der die Welt besser hinterließ, als er sie vorfand;
Sei es durch eine schöne Blume, ein perfektes Gedicht oder eine gerettete Seele;
Der in anderen immer nach dem Besten suchte und ihnen das Beste gab, das er besaß;
Dessen Leben eine Inspiration war;
Und die Erinnerung an ihn ein Segen.

Bessie Anderson Stanley

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Das Leben ist viel zu kurz, um es mit Verschwen­dungen zu verbringen!

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