Kaizen 2 go 182 : Verlagerungsprozesse


 

Inhalt der Episode:

  • Was sind typische Verlagerungssituationen?
  • Was sind die besonderen Herausforderungen bei Verlagerungen?
  • Wie wird in der Regel mit diesen Herausforderungen umgegangen?
  • Was sind typische “Fehler” bzw. Probleme, die bei Verlagerungen immer wieder auftreten?
  • Wie lassen sich diese Probleme vermeiden?
  • Tipps für die Initiierung und Durchführung von Verlagerungsprojekten

Notizen zur Episode:


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(Teil)automatisiertes Transkript

Episode 182 : Verlagerungsprozesse

Herzlich willkommen zu dem Podcast für Lean Interessierte, die in ihren Organisationen die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und Abläufe anstreben, um Nutzen zu steigern, Ressourcen-Verbrauch zu reduzieren und damit Freiräume für echte Wertschöpfung zu schaffen. Für mehr Erfolg durch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, höhere Produktivität durch mehr Effektivität und Effizienz. An den Maschinen, im Außendienst, in den Büros bis zur Chefetage.

Götz Müller: Heute habe ich Gregor Specht bei mir in Podcastgespräch. Er ist Experte für Verlagerungsprozesse und Projekte, die dazu gehören. Hallo Gregor.

Gregor Specht: Ja, hallo Götz.

Götz Müller: Klasse, dass du dabei bist. Ich habe schon ein Stichwort zu dir gesagt, vielleicht sagst Du noch zwei, drei Sätze mehr zu dir, damit die Zuhörer dich auch ein bisschen kennenlernen.

Gregor Specht: Ja, also erstmal vielen Dank für die Einladung und ich freue mich natürlich, bei dir als Lean-Experte so ein Thema besprechen zu können, Projektmanagement bei Werksverlagerung, das ist mein Thema. Ich helfe also mittelständischen Firmen, die Verlagerung planen, Terminpläne zu entwickeln, die dann auch funktionieren. Und jeder kennt das vielleicht aus dem privaten Bereich, wenn man umzieht, da ist immer viel los und man braucht zusätzlich Unterstützung und gerade, wenn es um Verlagerung geht, gibt es da viele Sachen zu beachten, die ich in meinem Berufsleben in der Automobilindustrie kennengelernt habe und so Firmen einfach helfen möchte, da schneller ans Ziel zu kommen und letztendlich Zeit und Geld zu sparen dadurch.

Götz Müller: Du hast jetzt schon ein Stichwort gesagt, Werksverlagerung, ich möchte aber zum Einstieg das noch ein bisschen vertiefen, wann man im Grunde erstmal von Verlagerungen spricht, was mögliche Auslöser sind und im Grunde, warum man das überhaupt macht?

Gregor Specht: Genau. Also Verlagerungen in der Automobilindustrie werden zum Beispiel durchgeführt, wenn die Lackieranlage nicht mehr die Emissionsanforderungen erfüllen kann, die gesetzlich vorgegeben sind, dann muss eben die Lackieranlage angepasst werden oder in ein neues Industriegebiet verlagert werden, wo sie die Emissionswerte erfüllt. Das ist ein Beispiel. Dann gibst es die Möglichkeit, dass man Bauteile hat, die sehr arbeitsintensiv sind und man versucht dann dort einen Standort zu finden, wo man die günstiger darstellen kann zum Beispiel wo Handarbeit einfach günstiger ist, in diesen sogenannten Low-Cost-Ländern, wie Rumänien oder Marokko. Also das ist auch eine Motivation der Firmen zu expandieren. Dann gibt's energieintensive Produktionen, die mitunter Deutschland teurer abzubilden sind als im Ausland, dann versucht man die Prozesse auch ins Ausland zu verlagern. Häufig kommt es vor, dass Merger & Acquisitions, also Firmenübernahmen, stattfinden und man versucht, eine Produktion zu vereinheitlichen, also es gibt ein Werk, das soll geschlossen werden, ein anderes soll vergrößert werden und man bringt die beiden Werke zusammen. Das ist nicht immer eine einfache Situation, weil es verschiedene Interessen gibt, das abgebende Werk und das aufnehmende Werk, die haben unterschiedliche Interessen, und die politische Situation ist meistens so, dass das abgebende Werk eben gar kein Interesse dran hat, so eine Verlagerung dann durchzuführen, dann kommt dann der Stichpunkt und Know-how-Transfer, ja, wie bekomme ich zum einen die Mitarbeiter dazu, eventuell umzuziehen beziehungsweise wie tue ich das ganze politisch dann auch darstellen. Was sehr häufig stattfindet sind Verlagerungen zwischen den Ländern, zum Beispiel von Spanien nach Tschechien oder wieder zurück und es können Produktlinien verlagert werden oder ganze Werke und letztendlich geht es auch darum, wenn etwas entwickelt wurde, von einem Konzern, so einem großen Mittelständler, diese Entwicklung dann im Ausland umzusetzen und zu expandieren.

Götz Müller: Jetzt hast du ein Stichwort gesagt, ich glaube, damit ist im Grunde ja jeder auf die ein oder andere Art und Weise vertraut, wenn man halt mit seinem Haushalt umzieht, dann reden wir vielleicht von wenigen Tagen. Jetzt könnte ich mir vorstellen, bei einer Werksverlagerung oder auch schon, wenn ich nur eine Produktlinie, eine Fertigungslinie, verlagere, habe ich ganz andere Herausforderungen. Das möchte ich auch noch ein bisschen vertiefen, was sind denn so typische Herausforderungen, die einem begegnen, wenn ich halt etwas verlagere, egal ob es jetzt ein ganzes Werk ist oder mal nur eine Produktionslinie.

Gregor Specht: Genau. Das sind die typischen Themen, die jeder kennt, ich ziehe zum Beispiel um und wenn ich umziehe, möchte ich aber gleichzeitig noch am neuen Standort eine Änderung einführen, dass ich zum Beispiel den Telefonanbieter ändere oder mein altes Sofa gegen ein neues tausche und verschiedene Dinge sollen am neuen Standort auch besser sein als am alten, das ist es im Kleinen, ja, das kann jeder nachvollziehen. Ein anderes extremes Beispiel wäre der Umzug da der Bundeshauptstadt von Bonn nach Berlin, ja, das sind ganz andere Dimensionen und dazwischen drin gibt es eben die Automobilhersteller, die immer wieder die Aufgabe haben zum Beispiel die Produktion in China zu vergrößern, ja. Dort ist Wachstumsmarkt, da gehen die Automobilisten hin und möchten dort mehr Umsatz machen und früher war so, da haben sie die Werkzeuge von Deutschland nach China verlagert. Heute ist es mittlerweile so, da werden Werkzeuge auch in China hergestellt und kommen nach Deutschland und da spricht man dann von Verlagerung, ja, und ich muss in diesem Zusammenhang, wenn ich eine Produktion verlagere, da habe ich die Herausforderung, dass die unterbrechungsfrei erfolgen soll. Das heißt, der Kunde muss beliefert werden und die Produktion geht zum Teil am alten Standort stattfindet soll nahtlos auf den neuen übergehen. Das muss man natürlich mit den Kunden mit den Lieferanten abstimmen und entsprechend einen Vorlauf schaffen, ja, da brauche ich vielleicht Zusatzschichten am Samstag, Lagerflächen muss ich irgendwo bereitstellen, ich muss die gesamte Supply Chain anschauen, die Lieferanten einbinden, die Kunden um Erlaubnis fragen. Ich habe sehr viele Interessenvertreter, auch Stakeholder genannt, und ich habe letztendlich auch Maschinentransporte, ja. wenn ich da eine ganze Maschine umziehe, dann ist die Frage, wie nehme ich die dann am neuen Standort wieder in Betrieb. Wenn ich dort keine Leute habe, die sich damit auskennen, dann kann ich noch fragen, der Lieferant, der die geliefert hat, hilft der mir dabei, das ist dann eine Lösung, die dann dieses Problem lösen könnte und letztendlich ist eine Verlagerung immer ein Anlaufen von einem neuen Werk und ein Runterfahren von einer bestehenden Produktion und das sind zwei komplexe Vorgänge, die immer zusammen spielen müssen. Eine besondere Anforderung ist natürlich, ich habe oft unterschiedliche ERP-, also Enterprise Resource Planning beziehungsweise SAP-Systeme müssen zusammenspielen. Ich brauche eine gemeinsame Datenstruktur, die miteinander spricht, sich versteht. Dann muss ich dort die Zeit, die es braucht, berücksichtigen. Letztendlich ist es immer ganz entscheiden, dass ich in den Köpfen der Leute ein gemeinsames Bild vom Zeitablauf erzeuge. Das heißt, wenn ich einen geeigneten Terminplan habe, oder einen MS Project Plan, und die Leute finden sich da wieder und die wissen, so funktioniert das und das ist zum Wohl des Kunden, was wir hier tun, dann habe ich eigentlich den guten Weg für eine Verlagerung, das ist also die Voraussetzung, dass ich ein Bild in den Köpfen erzeuge, wie das alles abläuft hintereinander, wie das verschachtelt ist, welche Abhängigkeiten es da gibt.

Götz Müller: Ja, weil du das Stichwort ERP-System genannt hast, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das … wenn man zum Beispiel eine ERP-System-Einführung hat, dann ist es ja oft eine Sache, mit der die Beteiligten wahrscheinlich das erste Mal konfrontiert werden. In der Regel macht man so etwas nicht jeden Tag und auch nicht jedes Jahr, wahrscheinlich auch mal alle zehn Jahre oder unter Umständen auch gar nicht innerhalb seines Berufslebens. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit einer Werksverlagerung unter Umständen ähnlich ist, wenn man nicht jemand ist wie du, der sich mit solchen Sachen Schwerpunkt beschäftigt, oder?

Gregor Specht: Absolut. Das ist gerade die Möglichkeit, die ich den Firmen biete, dass ich sage, ich habe jetzt schon so viele Verlagerungen organisiert, mitgemacht, beobachtet, ich kenne da die ein oder anderen Hürden, die dort entstehen. Selbst bei einer einfachen Verlagerung in Deutschland kann sein, von Deutschland nach Deutschland, man tut dabei noch schnell mal den Telefonanbieter wechseln, das führt zu Verzögerungen von mehreren Wochen, nur weil man es eben nicht richtig geplant hat. Ich weiß, niemand kann alles vorhersehen, aber wenn man mal eine Grundsatzplanung macht, ja, dann ist es auf jeden Fall sehr vorteilhaft und dort dieses Bild zu erzeugen, für alle Beteiligten, wie das alles zusammenhängt, was alles koordiniert werden muss und wenn wir gerade im Kontext mit ausländischen Verlagerung spricht, von Deutschland nach Rumänien oder nach Polen oder eine Verlagerung nach USA, muss man auch noch die Aspekte von Kommunikation, Werte, Kultur beachten, ja, also auch das lineare Zeitverständnis, das wir in der europäischen, und ich sage jetzt mal westlichen Hemisphäre haben, das ist nicht überall gegeben und in Afrika und Asien ist das ganz anders. Wir gehen davon aus, Zeit ist etwas Lineares, was so vergeht, und in anderen Kulturen ist einfach da sozusagen ein, das ist wie ein Kaugummi, was man ziehen kann. Da kann ich eine Stunde, das kennt auch jeder, das hat auch schon Einstein gesagt, ja, dass eine Stunde im Arm der Geliebten relativ kurz sein kann und ja eine Stunde in einer unangenehmen Situationen einem relativ lang vorkommen, ja, und wenn man dort eben diesen Themen kombiniert zum Beispiel in Italien. Ich war eine Zeit lang in Italien, ich habe dort eine Verlagerung gemacht und Italiener sind genauso zuverlässig was die Zeit angeht, nur mit einem Faktor 3. Fünf Minuten sind eine Viertelstunde. Morgen ist in drei Tagen, nächste Woche ist in drei Wochen. Wenn man das weiß, funktioniert alles wunderbar. Man muss einfach das Verständnis für die andere Kultur, für die anderen Menschen mitbringen und es fängt auch bei der bei der Sprache an, bei den Werten, die vertreten werden und wenn man das eben von Anfang an alles berücksichtigt, dann hat mal eine saubere Verlagerung und bekommt die auch just-in-time.

Götz Müller: Jetzt hast du schon den ein oder den anderen Punkt, in Anführungszeichen, Fehler, Probleme genannt, die halt auftreten. Was gibt's denn noch? Was ist dir denn so in der Vergangenheit noch passiert?

Gregor Specht: Also, das habe ich jetzt angesprochen kurz mit den Sprachen, Werte, Kultur, ja. Oft werden auch die Kosten, die man am neuen Standort hat, unterschätzt, zum Beispiel wenn ich nach Polen gehe, sind die Stromkosten niedriger, ja, das Gegenteil kann der Fall sein. Die können dort höher sein. Typischer Fehler ist, man unterschätzt die Komplexität, weil ich auf der einen Seite gleichzeitig etwas Neues schaffen und etwas Altes abbaue. Ich habe eine Transformation, ja, und wenn ich die Transformation, die dort stattfindet, nicht alle Beteiligten berücksichtige, dann kann ich sehr schnell auf Blockaden gestoßen und in Machtkämpfe verwickelt werden, die man nicht braucht, wenn man das vorher das ganzheitlich durchdenkt.

Götz Müller: Ja. Da kommt mir gerade eine Situation, Stakeholder-Management hast du vorhin auch gesagt, in den Sinn, da habe ich jetzt auch gerade eine Situation erlebt, wo wir in einem etwas größeren Kreis, 15 Personen, zusammen saßen und mal über Stakeholder in einem bestimmten Kontext reflektiert haben und ich hatte so im Vorfeld gedacht, na ja, zehn, zwanzig werden es sein, dann haben wir das zu zweit moderiert und irgendwo hatte ich das Gefühl, oder wir beide hatten das Gefühl, da kommt noch irgendwas und dann haben wir zum Schluss aber bei 32 aufgehört, haben das in einem anderen Kreis vorgestellt und das sind noch mal drei gekommen. Das heißt, wir sind am Ende im Grunde fast beim Doppelten gelandet. Also da auch so ein Punkt, glaube ich, solche Dinge, Planung ist das ja auch Situationen, Stakeholder-Management gehört ja auch zur Planung, einfach nicht übers Knie brechen, sich mal genug Zeit nehmen.

Gregor Specht: Genau, also das kann ich wirklich nur empfehlen, dass man, ich sage jetzt mal erstmal die Planer ins Rennen schickt, bevor man die Macher dranlässt, ja. Weil, das habe ich auch schon erlebt, da sind Macher am Werk. Da war ich in einer Gruppe von zehn Projektleitern. Jeder Projektleiter hatte 50 Terminpläne für sein Projekt. Der Leiter, also der Programmleiter war voll mit Terminplänen, der hat den Wald vor lauter Bäumen, bis ich mal angefangen habe, das auf eine DIN-A3-Seite für sämtliche Projekte zusammenzuschrumpfen, sodass man noch überhaupt sieht, wo vorne und hinten ist. Ich schätze das absolut, wenn Leute sag „Ok, wir haben jetzt 30 Steakholder, jetzt fangen wir mal mit irgendwas an und hauen irgendwo mal einen Nagel in den Boden oder irgendwohin, ja. Das schätze ich sehr, ja, dass es diese initiativen Typen gibt, aber ich bin mehr so der Typ Logiker, die irgendwie Sachen durchdenken, durchplanen und dann ans Werk gehen und ja, es ist einfach die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern, die man alle hat, die Berücksichtigung, einen Blick einfach aufs Ganze zu haben und, ich glaube, da kann ich die Firmen auch unterstützen, sie dort weiter zu bringen, weil viele Firmen, wie du vorhin gesagt hast, ein ERP-System einzuführen, das macht man einmal und dann war es das und diese Erfahrung, die wird ja dann nicht unbedingt benutzt, um zehn Jahre später noch mal ein anderes ERP-System einzuführen und so ist es eben, wenn Leute sagen „Okay, da gibt's Expertise, die gibt's mit einem Outside-The-Box-Denken von außen und die hole ich mir jetzt rein und dann können die Firmen wirklich massiv Zeit sparen und letztendlich Geld.

Götz Müller: Was sind dann so deine, sagen wir mal Tipps, also Dinge, die man immer wieder berücksichtigen kann, speziell eben, und im Grunde haben wir die ganze Zeit über das Planungsthema geredet, das Durchführen, wenn man dann die Macher im Boot hat, ich glaube, das ist dann fast das kleinere Problem, was sind so Tipps für die Initiierung speziell von Verlagerungsprojekten?

Gregor Specht: Also wie gesagt das Analysieren und Planen ist Vorarbeit, die man da gerne leistet und wenn ich dann die vordefinierten Reaktionspläne zum Beispiel mir irgendwo hinlege, früher war ein bekanntes Mittel, ist es auch heute noch, FMEA, das sind Qualitätsmanagementtools, da werden eben Risiken abgeschätzt und bewertet, heute hat man natürlich genauso noch des Chancenmanagement auch sehr stark im Fokus, dass man schaut, ja, was kann ich denn dadurch noch zusätzlich gewinnen vielleicht über das hinaus, was ich erwarte, ja, mal auch noch diesen positiven Aspekt da mit reinbekommen und man soll natürlich auch sagen, man muss auch mal die Bedenkenträger zu Wort kommen lassen, weil nicht alles, was die sagen, ist unbedingt, weil sie das Projekt sabotieren wollen, sondern das können echte Hürden sein, dies es zu umschiffen gilt. Und wenn man dann auf dieses Ganze eine Antwort hat und vordefinierte Pläne, dann kann man sagen „Ok, haben wir bedacht, wir hatten nicht damit gerechnet, jetzt ist das Problem da, jetzt müssen wir es halt lösen.“ Das sind also die Tipps, die ich geben kann, ja, das ist also letztendlich … ich biete auch den Firmen an, dass sie von mir eine Checkliste bekommen, wo ich letztendlich ein paar ganz essentielle Dinge abfragen, wie ist das mit dem Change Management, auch noch, weil während der Verlagerung ja noch Änderung stattfinden, der Kunde möchte irgendetwas in der gleichen Zeit auch noch geändert haben, ja. Wie ist das da geregelt? Wie ist die ganze Dokumentation? Was muss ich im Zusammenhang mit der Verlagerung vorhalten, ja, und da kann ich natürlich dieses Verlagerungsthema unter diesem Aspekt mir anschauen und sagen „Okay, wir wollen das auch noch berücksichtigen.“ und da kann ich nur sagen, wenn die Firmen in den Bereich Expertise brauchen, dann können sie sich gerne mit mir mal in Verbindung setzen. Ich habe auch Partner-Netzwerke, in denen ähnliche Themen genauso abgearbeitet werden und das ist einfach mein Angebot. Wenn eine Firma möchte, kann sie mir eine E-Mail zum Beispiel schreiben, info@specht-concepts.de, um dort einfach Ihre Situation mal mit mir zu besprechen und ich würde mich freuen, wenn wir da die Hürde, die es geben kann, möglichst klein halten.

Götz Müller: Ja, im Grunde habe ich auch so etwas rausgehört, auch wenn du den Begriff nicht verwendet hast, wie Notfallpläne, also sprich eine Feuerwehr ist ja nicht bloß dazu da, oder hilft nur nicht bloß Feuer zu löschen, wenn das Feuer ausgebrochen ist, sondern man kann die durchaus fragen, was kann ich im vorbeugenden Brandschutz zum Beispiel machen.

Gregor Specht: Genau. Das sind die Themen, neben den Chancen, die die Leute ja motivieren, so etwas zu tun, dass man einfach die Notfallpläne im Hintergrund hat und sagt „Ok, wir investieren auch eine Zeit, mal die Risiken zu klassifizieren und zu bewerten und entsprechend, ich sage jetzt mal, Pläne dann bereitzuhalten, wenn es dann eintrifft.

Götz Müller: Weil man wahrscheinlich unterm Strich sagen kann, irgendwas geht immer schief, und wenn ich dann ein gewisses Maß an, ja, zeitlicher und natürlich auch Geld dann Investition habe, und aber dann die eine Sache, die ich schief geht, dann den Notfallplan mehr oder weniger aus der Schublade ziehen kann, werde ich da vielleicht die Folgen massiv reduzieren können, was mich dann unterm Strich deutlich weniger kostet, wie das, was mich die Erstellung des Notfallplans gekostet hat.

Gregor Specht: Ja.

Götz Müller: Okay, Gregor, ich fand das sehr spannend, die Einsichten, die du vermittelt hast. Deshalb danke ich dir für deine Zeit.

Gregor Specht: Ja, Götz, das hat mir Spaß gemacht, mit dir zu sprechen.

Götz Müller: Ja. Ich werde deine Kontaktdaten in die Notizen zur Episode reinschreiben und dann kann sich, wenn da jemand vor so einer Herausforderung steht, was ja nicht jeden Tag vorkommt, dann kann er sich da einen kompetenten Ansprechpartner holen.

Gregor Specht: Absolut.

Götz Müller: Das war die heutige Episode im Gespräch mit Gregor Specht zum Thema Verlagerungsprozesse. Notizen und Links zur Episode finden Sie auf meiner Website unter dem Stichwort 182.

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Ich bin Götz Müller und das war Kaizen to go. Vielen Dank fürs Zuhören und Ihr Interesse. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit bis zur nächsten Episode. Und denken Sie immer daran, bei allem was Sie tun oder zu lassen, das Leben ist viel zu kurz, um es mit Verschwendung zu verbringen.

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