KVP – eine Frage des Plans

Plan

Mit Plan meine ich hier nicht den klassischen Projektplan, mit dem zu Beginn eines Projekts versucht wird, jeden einzelnen Schritt bis zu Ende zu beschreiben und zu terminieren. Mir geht es hier (zur Einführung eines KVP) mehr um einen Plan, wie in ein Trainer aufstellt, wenn es darum geht, eine neue Sportart zu beginnen, egal ob es sich nun um bloßes Laufen handelt oder regelmäßiges Trainieren in einem Sportstudio.

In beiden Fällen geht es darum, sich selbst (und andere) nicht zu überfordern, die notwendige Routine aufzubauen und gleichzeitig zu vermeiden, dass Ungeduld auftritt – was dann wieder oft zur Überforderung führt.

Die Ungeduld ist oft auch von der Anfangsmotivation geprägt. Im Unterschied zum Sport geht es aber dabei nicht nur um eine einzelne Person, sondern in der Regel um mehrere Personen (in einem Team) oder so viele (in einem Bereich oder sogar Unternehmen). In den allermeisten Fällen haben die sogar ziemlich unterschiedliche Motivationen, in Hinsicht auf die Verbesserung/Veränderung selbst – also von einer hohen positiven Motivation über eine eher neutrale Einstellung bis hin zu offenem oder sogar versteckten Widerstand – aber auch zeitlich veränderliche Motivation.

Grundsätzlich beinhaltet ein Plan zur KVP-Einführung also einerseits die einzelnen Schritte, vor allem den Aufbau der notwendigen Routine, bspw. anhand von 5S-Maßnahmen und begleitenden Trainings für alle Mitarbeiter und die Führungskräfte und andererseits wird dabei berücksichtigt, dass die Motivation der Beteiligten (und in der tw. persönlichen Wahrnehmung Betroffenen) unterschiedlich und über den Verlauf der Einführung veränderlich ist.

Dabei kann es auch durchaus sein, dass gerade eine anfänglich hohe Begeisterung und resultierende Motivation, später (oder schneller als einem lieb ist) wieder abflacht. Das sind dann durchaus wieder Ähnlichkeiten zu oben erwähnten sportlichen Aktivitäten.

„Leben ist das, was passiert, während Du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen.“

– John Lennon

Gerade für diese wechselnde Motivation kann es nicht nur im Sport wertvoll sein, eine äußere Unterstützung zu haben. Er kann auch helfen, die Überforderung zu vermeiden. Dazu muss er auch bereit sein, der manchmal auftretenden Ungeduld zu widersprechen, die besonders gerne bei Entscheidern, speziell in der Unternehmensleitung auftritt. Diese mögen zwar unbestritten eine hohe Kompetenz (und Routine) in der Unternehmensführung haben, diese bildet sich aber nicht notwendigerweise auch auf den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess und dessen Einführung ab – zwei Vorgänge, die durchaus ganz eigenen Gesetzen gehorchen und einer anderen Dynamik unterliegen wie „normale“ Geschäftsprozesse bzw. das Tagesgeschäft.

Ein idealer Plan (sofern es das grundsätzlich überhaupt geben kann) berücksichtig auch den aktuellen Stand – beim Sport wie beim KVP im Unternehmen, sowohl auf der rein körperlichen Ebene, als auch auf einer Meta-Ebene, wenn es um den Umgang mit Veränderung geht.

Dazu gehören dann auch Überlegungen, wie mit dem grundsätzlich immer vorhandenen Konflikt zwischen Tagesgeschäft und Verbesserungen oder eben dem Sport umgegangen wird.

Ein gutes Modell zur Einführung eines KVP wie auch bei der späteren Durchführung ist die Coaching-Kata zur Unterstützung der Verbesserungs-Kata.

Der Plan auf einer Meta-Ebene ist dabei im Grunde sehr einfach und orientiert sich an die fünf Fragen. Der entscheidende Faktor dabei ist, wie es gelingt diesen einfachen Plan mit Leben zu füllen und ihm kontinuierlich zu folgen.

Frage: Welchen Plan nutzen Sie im KVP bzw. bei dessen Einführung? Welche Schritte haben die gewünschten Ergebnisse gebracht? Wo ist noch Verbesserung möglich?

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