Warum man Lösungen immer bezahlen muss, manchmal auch doppelt

Lösungen

Alles hat seinen Preis. Das ist nur keine wirklich neue Erkenntnis und trotzdem lohnt es sich, darüber nachzudenken, welchen Preis man bezahlt. Speziell bei Problemen und deren Lösung ist das relevant.

Einerseits hat ein Problem seinen Preis in Form der Folgen und Auswirkungen, die daraus ergeben. Hier beginnt oft schon das Problem hinter dem Problem, weil entweder die Auswirkungen gar nicht klar sind, in ihrem Umfang unterschätzt werden oder schon die Kopplung zwischen der Wirkung und dem Problem gar nicht erkannt werden.

Bei letzterem kann man natürlich darüber streiten, ob es sich dann überhaupt um ein Problem handelt.

Soweit also erstmal zum Preis des Problems.

Jetzt soll es aber um die Lösungen und deren Preis gehen. In nicht wenigen Fällen werden bestehende Lösungen für Probleme wiederverwendet, um damit etwas zu sparen.

Grundsätzlich ist das sicherlich kein Problem (schon wieder ;-) Ein nicht zu unterschätzender Teil der menschlichen Entwicklung und seiner Wirtschaftssystem beruhen auf dem Ansatz der Wiederverwendung (von Lösungen). Im Allgemeinen spricht man auch nicht umsonst davon, dass man das Rad nicht neu erfinden soll.

Gleichzeitig sollte die Wiederverwendung (von Lösungen) aber sehr gezielt und bewusst eingesetzt werden. Dafür gibt es mehrere wichtige Gründe.

Erstens sollte man sich sehr sicher sein, dass man das Problem und vor allem seine Ursachen wirklich verstanden hat und deshalb die (vermeintliche) Lösung wirklich eine solche ist. Dabei sollte man berücksichtigen, dass eine bekannte Lösung immer eine Lösung aus der Vergangenheit ist, die nicht notwendigerweise auch in der Gegenwart das Problem löst und in der Zukunft auch die gewünschten Ergebnisse produziert.

Wenn sich dann herausstellen sollte, dass die Lösung ungeeignet war, hat man unter Umständen schon Zeit und Geld verschenkt und muss auch evtl. „doppelt“ dafür bezahlen.

„Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.“

– Albert Einstein

Diese doppelte Bezahlung kommt auch oft dann ins Spiel, wenn vorhandene Lösungen gezielt generalisiert werden. Damit das möglich ist, bedarf es fast immer einer Reduktion und Verallgemeinerung der zu lösenden Probleme. Es gelten dann auch so durchaus wichtige Prinzipien wie die 80-20-Regel des Pareto-Prinzips. Das heißt, es werden zwar 80 % des Problems gelöst, für eine umfassende Lösung ist aber zusätzlich Aufwand notwendig. Das gilt insbesondere dann, wenn die vermeintliche Lösung nur die Symptome des Problems kuriert, die Ursachen aber unberührt lässt.

Der dritte Grund für eine gesunde Skepsis gegenüber bestehenden Lösungen ist der mögliche Verlust von Problemlösungskompetenzen – in der Gegenwart aber vor allem auch in der Zukunft.

Dadurch entsteht dann eine Abhängigkeit vom (vermeintlichen) Lösungsanbieter, weil man zu eigenen Lösungen irgendwann selbst gar nicht mehr in der Lage ist. Selbst wenn dieser nur die besten Absichten im Bezug auf die Lösung hat, bleibt es nicht aus, dass man für die Lösungen in der Zukunft mehr bezahlt, weil man sie wieder und wieder einkaufen muss.

Diese Problematik besteht auch oft dann, wenn fertige „Produkte“ (physisch oder in Form von Dienstleistungen) zur Problemlösung eingesetzt werden.

Wenn in diesem Zusammenhang dann aus Kostengründen noch die Anpassung der „fertigen“ Lösung an das individuelle Problem vermieden wird, kommt es sogar zu einer Verstärkung der genannten Effekte. Das heißt, die eingekaufte Lösung adressiert das zugrundeliegende Problem und dessen Ursachen nur unvollständig und gleichzeitig geht auch noch Problemlösungskompetenz verloren bzw. wird erst gar nicht aufgebaut und steigert deshalb die Abhängigkeit.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist der konsequente Einsatz von A3 Reports und den damit verknüpften Denk- und Kommunikationsprozessen, die sich darüberhinaus auch immer positiv auf die Problemlösungskompetenz der Beteiligten auswirkt. Dazu gehört dann auch das Lernen (aus Fehlern), selbst wenn diese einen vermeintlich zusätzlichen Preis haben.

Wenn Sie wissen möchten, wie A3 Reports in Ihrem Verantwortungsbereich einen positiven Effekt auf die Problemlösungskompetenz und Entwicklung Ihrer Mitarbeiter haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir über dieses Formular auf oder greifen Sie einfach zum Telefon und rufen Sie mich unter 0171-7342717 an.

Falls die Umstände für Sie aktuell eine Kontaktaufnahme verhindern, legen Sie sich doch eine Wiedervorlage an.

Frage: Welchen Preis bezahlen Sie für Lösungen? Wo bezahlen Sie evtl. auch doppelt für die Lösungen? Welche weiteren Folgen ergeben sich daraus?

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