Was der KVP mit Liebe zu tun und wie man beides noch mehr verbessern kann

Liebe

Die Idee zu diesem Artikel ist durch ein Video entstanden, das mir meine Frau geschickt hat. Für sie hatte das erstmal nichts mit Lean, KVP und Co. zu tun. Trotzdem (aber nicht nur ;-) ist bei mir ziemlich schnell die Assoziation dazu entstanden.

In besagtem Video [1] unterhält sich Simon Sinek mit Tom Bilyeu über das Thema Liebe, wie sie entsteht und wie sich das auf Führung, Unternehmenskultur usw. übertragen lässt.

In dem entsprechenden Teil des Gesprächs fragt Simon Sinek seinen Gastgeber, ob er seine Frau liebt, woher er das weiß und wie er es misst. Logischerweise gibt es auf diese eher rhetorische Frage keine Antwort, ebenso wenig wie es eine definierte Antwort auf die Frage gibt, wie denn Liebe entsteht.

Simon Sinek vergleicht die Entstehung von Liebe dann mit alltäglichen Situationen bzw. Handlungen wie dem Zähneputzen oder der Besuch eines Fitness-Studios, um körperlich in Form zu kommen bzw. zu bleiben.

Logischerweise hat weder der einmalige Besuch des Fitness-Studios oder das einmalige Zähneputzen einen positiven Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit bzw. die Zahngesundheit, noch hat das einmalige Auslassen der beiden Aktivitäten einen direkten negativen Einfluss. Das gilt sowohl für das einmalige Tun bzw. Lassen wie auch für das mehrmalige Tun bzw. Lassen. Auch lässt sich nicht vorhersagen, wie oft man etwas tun bzw. lassen muss, bis sich die positiven bzw. negativen Folgen einstellen. Klar ist nur, dass sich langfristig die positiven bzw. negativen Ergebnisse einstellen, wenn man es konsistent tut bzw. lässt.

Simon Sinek zieht dann den Vergleich zur Entstehung und Erhaltung der Liebe und im weiteren Verlauf auch zum Führungsverhalten, zum Vertrauen zur Führungskraft und zum Unternehmen insgesamt.

„Wer aufhört zu Werben, um Geld zu sparen, kann ebenso die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“

– Henry Ford

Diese unspezifischen aber trotzdem deutlich vorhandenen Zusammenhänge sind in meinen Augen auch beim Kontinuierlichen Verbesserungsprozess vorhanden. Das gilt für so kleine Elemente wie regelmäßige KVP-Runden, für konsequentes Shopfloor-Management, für regelmäßige Gemba-Walks (Begehungen) durch alle Bereiche (nicht nur Produktion) und durch alle Hierarchie-Ebenen bis zur Geschäftsführung oder für eher umfangreiche Aktivitäten wie den Einsatz von Training Within Industry mit den verschiedenen Job Trainings und daraus resultierendem Verhalten der Führungskräfte.

Selbst wenn man die Aktivitäten über einen längeren Zeitraum (Monate) auslässt, wird noch nichts schlimmes passieren. Und umgekehrt werden selbst (viele) Monate der konsequenten Durchführung nicht den einen Punkt nachsichziehen, an dem man unzweifelhaft sagen kann, dass man geschafft hat.

An dieser Stelle hinkt möglicherweise der Vergleich zur Liebe, an dem man durch verschiedene, eher äußere Merkmale den Eintritt schon erkennen kann, zumindest mit einer gewissen Verzögerung.

Auf jeden Fall sollte man die Notwendigkeit der Messbarkeit des KVP bzw. der direkten Messbarkeit seiner Wirksamkeit kritisch betrachten und nicht als notwendige Voraussetzung zur Durchführung verwenden.

Ein Stück weit lässt sich das sogar mit dem Glauben an die Schwerkraft, an elektrophysikalische und viele andere Effekte vergleichen. Deren Wirksamkeit setzt den Glauben daran nicht voraus. Man kann sie (die Wirksamkeit) sogar verneinen, ohne dass das den Effekten irgendeinen Abbruch tut.

Warum sollte man dann die positiven Effekte des KVP in Frage stellen, wenn sie sich bei unterschiedlichsten Unternehmen immer wieder beobachten lassen.

Die viel bessere Frage in meinen Augen ist doch, was muss ich tun oder wie muss ich es tun, um in meinem Unternehmen vergleichbare Effekte zu schaffen.

Auch hier schließt sich dann der Kreis zu den Aussagen von Simon Sinek, der in dem Video einige Möglichkeiten anreißt, wie aktiv Einfluss auf die Entstehung von Liebe, guter Führung oder Unternehmenskultur genommen werden kann. Klar sollte auf jeden Fall sein, dass Passivität oder das Warten auf ein Wunder kein sinnvoller Ansatz ist.

So, jetzt ist mal wieder Zeit für den Werbeblock ;-)

Wenn Sie wissen möchten, wie sich die oben genannten Elemente von Lean & KVP & Co. in Ihrem Verantwortungsbereich einsetzen lassen, schauen Sie doch mal auf meiner Leistungsübersicht nach, welche Leistungsangebote unter den Kategorien Unternehmen, Teams, Personen mit Ihrer Situation in Resonanz gehen. Der Aspekt „Werbung“ gehört halt nicht erst seit Henry Fords Zitat ähnlich wie der KVP zu den notwendigen unternehmerischen Aktivitäten ;-)

Falls die Umstände für Sie aktuell den tieferen Einstieg in das Thema verhindern, legen Sie sich doch eine Wiedervorlage an.

[1] Zwei verschiedene Versionen des Interviews mit Simon Sinek: https://youtu.be/01ZCnCXpG4A (geschnitten, mit Bildern und Musik unterlegt zur Verstärkung des Themas Liebe) – https://youtu.be/TopBJ7fAIgE (kürzere „Rohfassung“)

Frage: Welche Effekte des KVP vermissen Sie noch in Ihrem Verantwortungsbereich? Welche Formen der Konsequenz fehlt dabei evtl. noch? Wie können Sie darauf Einfluss nehmen?

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