Denkanstöße

In den Blog-Artikeln finden Sie regelmäßige Denk­anstöße für das weite Feld der Verschwen­dungs­ver­meidung und deren Umfeld in unter­nehmerischen, betrieb­lichen, organisa­torischen und privaten Bereichen. Mal aus der Sicht des Beraters, mal aus der Sicht des Beobach­ters und manchmal auch des Betrof­fenen.
Warnung: Nicht unbedingt immer ganz ernst gemeint :-)

Die Denkanstöße sollen Lean-interessierten Menschen unabhängig von ihrer Rolle im Unternehmen (Führungskraft, Fachkraft, auf allen Ebenen der Hierarchie) regelmäßige Impulse für den wichtigen Anteil der Verbesserungsarbeit im Tagesgeschäft bieten. Um die eigenen Beiträge zur Verbesserung zu reflektieren und andere zur Mitwirkung anzuregen. Um damit gemeinsam die Wertschöpfung für die Kunden und die Arbeitswelt für alle zu optimieren.

Hier finden Sie ein paar thematisch gefilterte Listen von Artikeln.

Sie können hier die Artikel durch die Eintragung Ihrer eMail-Adresse abonnieren.

Lean ist kein Zoo, aber manche Organisationen verhalten sich so

Manche Bilder bleiben hängen, weil sie unangenehm treffend sind. Der Gedanke an einen Zoo gehört dazu. Viele verschiedene Tiere auf engem Raum, jedes mit eigenem Rhythmus, eigenen Bedürfnissen und eigenem Verhalten. Ordnung von außen, Bewegung von innen, aber selten ein gemeinsamer Zweck, der für die Tiere selbst Sinn ergibt. Genau dieses Bild drängt sich auf, wenn über Lean gesprochen wird und gleichzeitig Überlastung, Reibung und Frustration spürbar sind.

Warum ein Supermarkt keinen Flow erzeugt …

… spätestens an der Kasse staut es sich.

Spaß beiseite, immer mal wieder bewegt mich die Frage, warum bestimmte Konzepte in Produktionsumgebungen als selbstverständlich gelten, obwohl ihr Nutzen häufig überschätzt wird. Ein Supermarkt gehört tw. auch in diese Kategorie. Dann taucht bspw. die Aussage auf, er erzeuge Flow. Das klingt attraktiv, denn Flow ist das Idealbild flüssiger Abläufe ohne unnötige Verzögerungen.

Kann man mit Lean Erfahrungen machen?

Relevanz entsteht überall dort, wo Lean nicht nur angewendet wird, sondern Wirkung zeigt.

🌱 Eine Form des Lernens, die sich nicht im Beobachten erschöpft, sondern im Tun entfaltet.
🧭 Ein Vorgehen, das Orientierung bietet, ohne den eigenen Weg vorzugeben.
⚙️ Ein Prozessverständnis, das Klarheit schafft und Mut erzeugt, gezielt zu gestalten.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie bewusst wird in Ihrem Verantwortungsbereich entschieden, was wirklich gelernt werden soll?
• Wie sichtbar ist der Unterschied zwischen passivem Erleben und aktivem Gestalten?
• Wie würde sich Ihre Organisation verändern, wenn aktives Lernen zur täglichen Routine wird?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Was man aus dem American Football für Lean & Co. lernen kann

Viele unterschätzen, wie viel Orientierung entsteht, wenn der nächste Schritt wichtiger wird als das große Ergebnis.

• 🏈 Struktur entfaltet erst dann Wirkung, wenn sie Menschen nicht einengt, sondern handlungsfähig macht.
• 🔄 Verbesserungen gelingen dort, wo Wiederholbarkeit und Anpassungsfähigkeit kein Widerspruch sind.
• 🎯 Fokus gewinnt an Kraft, wenn Komplexität nicht ausgeblendet, sondern in klare Einheiten übersetzt wird.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie klar sind die entscheidenden Einzelschritte in Ihrem Verantwortungsbereich beschrieben?
• Wie konsequent werden sie jeden Tag gelebt?
• Was ließe sich verändern, wenn diese Haltung noch stärker zur Routine würde?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Warum der Net Promoter Score die falsche Frage ist

Viele Unternehmen glauben, mit einer einzigen Kennzahl Kundenzufriedenheit messen zu können – und übersehen dabei, was wirklich zählt.

💭 Der Net Promoter Score fragt nach einer zukünftigen Empfehlung, aber nicht nach der tatsächlichen Erfahrung.
🔍 Lean-Denken beginnt beim Prozess, nicht beim Ergebnis – und öffnet den Blick für echte Verbesserungen.
⚙️ Wer verstehen will, statt nur zu messen, braucht Fragen, die Lernen ermöglichen, nicht beruhigen.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie geht es Ihnen mit dem Net Promoter Score?
• Wie regen Sie in Ihrem Verantwortungsbereich zu Verbesserungsideen an?
• Welche Ergebnisse erzielen Sie dann damit?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Wenn nicht der Kunde der Kunde ist

Nicht immer ist klar, wer im Unternehmen eigentlich Kunde und wer Lieferant ist – und genau das prägt den Erfolg stärker, als vielen bewusst ist.

💬 Vertrieb, Marketing, Produktmanagement und Produktentwicklung arbeiten oft füreinander, ohne sich wirklich als interne Kunden und Lieferanten zu verstehen.
🔄 Informationsflüsse zwischen diesen Bereichen folgen selten einem bewussten Wertstrom – mit Folgen für Qualität und Geschwindigkeit, unterm Strich auch den externen Kunden.
🤝 Wer Verantwortung füreinander übernimmt, verbessert nicht nur interne Zusammenarbeit, sondern auch das Kundenerlebnis nach außen.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit den internen Kunden-Lieferanten-Beziehungen zwischen Vertrieb, Marketing, Produktmanagement und Produktentwicklung um?
• Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
• Wo besteht noch Verbesserungspotenzial?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Kleine Lücken, große Wirkung – Wissensverlust destabilisiert Prozesslandschaften

Wissensverlust geschieht selten plötzlich – er wächst leise, unscheinbar, oft unbemerkt.

🧩 Prozesse verlieren Stabilität, wenn ihr Erfahrungsfundament schwindet.
📉 Kleine Lücken wirken wie Haarrisse in komplexen Strukturen.
🔄 Wissensfluss ist Teil des Wertstroms – ohne ihn stagniert die Organisation.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie sichtbar ist der Wissensfluss in Ihren Prozessen wirklich?
• Welche kleinen Lücken könnten heute schon Wirkung entfalten?
• Und was wäre nötig, damit Ihr Unternehmen diese Lücken gar nicht erst entstehen lässt?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Prozessblindheit – Wenn Erfahrungswissen unbemerkt verschwindet

Stabilität in Prozessen kann trügerisch sein. Was heute funktioniert, tut es oft, weil Menschen mehr wissen, als sie sagen können.

🔍 Routinen verdecken Abhängigkeiten, die erst im Ernstfall sichtbar werden.
🏗️ Standardisierung ersetzt kein Verständnis.
💡 Resiliente Prozesse leben vom geteilten Erfahrungswissen – nicht von Dokumenten.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie viele Ihrer stabilen Prozesse haben tatsächlich ein Fundament?
• Welche Auswirkungen hätte es, wenn eine der stillen Säulen plötzlich wegfiele?
• Und welche Strukturen verhindern heute schon, dass das überhaupt passiert?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Dokumentation ist keine Erfahrung – warum Handbücher Prozesse nicht retten

Wenn Dokumentation zur Beruhigung dient, aber nicht zur Sicherung von Wissen, entsteht eine gefährliche Lücke.

📘 Prozesse sind beschrieben, aber nicht verstanden.
🧩 Entscheidungen werden getroffen, ohne dass das zugrunde liegende Denken sichtbar ist.
💬 Erfahrung verschwindet leise, während das Handbuch bleibt.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels (Link s.u.) stellen können:
• Wie viel Ihrer Prozessqualität beruht auf implizitem Wissen einzelner Personen?
• Was würde geschehen, wenn dieses Wissen plötzlich nicht mehr verfügbar wäre?
• Und welche Schritte wären heute nötig, um diese Lücke gar nicht erst entstehen zu lassen?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.