Kaizen 2 go 175 : Prozesse in der Bauindustrie


 

Inhalt der Episode:

  • Was zeichnet die Führungs- und Leistungsprozesse in der Bauindustrie besonders aus?
  • Welche besonderen Methoden und Werkzeuge kommen dabei zum Einsatz?
  • Welche Herausforderungen treten dabei auf?
  • Was unterscheidet die Bauindustrie von klassischen Industrien?

Notizen zur Episode:


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(Teil)automatisiertes Transkript

Episode 175 – Prozesse in der Bauindustrie

Herzlich willkommen zu dem Podcast für Lean Interessierte, die in ihren Organisationen die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und Abläufe anstreben, um Nutzen zu steigern, Ressourcen-Verbrauch zu reduzieren und damit Freiräume für echte Wertschöpfung zu schaffen. Für mehr Erfolg durch Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, höhere Produktivität durch mehr Effektivität und Effizienz. An den Maschinen, im Außendienst, in den Büros bis zur Chefetage.

Götz Müller: Heute habe ich Stefan Mika bei mir im Podcastgespräch. Er ist Lean-Experte und Baumanager bei einem Baumanagement-Unternehmen, Gassmann + Grossmann. Hallo Herr Mika.

Stefan Mika: Hallo.

Götz Müller: Schön, dass das so kurzfristig geklappt hat. Ich habe schon einen kurzen Satz zu Ihnen gesagt, aber sagen Sie noch mal zwei, drei Sätze mehr zu sich, wie Sie auch gegebenenfalls zu dem Thema Lean gekommen sind.

Stefan Mika: Ja. Also zu mir, ich bin Diplom-Bauingenieur, komme aus Leipzig, lebe in Leipzig und habe bei der Firma Heinrich Schmid gearbeitet und habe dort auch noch einen Malergesellen gemacht und ebenso meinen Lean-Experten. Und ja, wie bin ich zum Thema Link gekommen, ich habe vor gut acht Jahren mit dem Herrn Prof. Dr. Hürter, dort habe ich meine Diplomarbeit geschrieben. Und meine Diplomarbeit handelte um strukturierte Problemlösungsprozesse im Handwerk und da fand eigentlich eine richtige Vertiefung statt in das Thema. Ich bin dann auch gleich mit dem Thema dann bei Heinrich Schmid dann eingestiegen. Genau.

Götz Müller: Ja, da schließen sich ein Stück weit die Kreise, mit dem Christian Hürter habe ich ja auch schon eine Episode gemacht, die werde ich dann auch noch in den Notizen verlinken für den ein oder anderen, der da rein hören möchte. Jetzt reden wir heute über den Aspekt Bauprojektmanagement als Führungsprozess und Handwerksleistung auf den Baustellen als Leistungsprozess in der Bauindustrie. Und da jetzt zum Einstieg, was ist in ihrer Wahrnehmung das Besondere, was zeichnet die zwei Prozessarten innerhalb der Bauindustrie besonders aus? Wo unterscheiden sie sich auch, das ist eine sehr umfassende Frage, von klassisch produzierenden Branchen?

Stefan Mika: Also ich glaube, ich werde es erst mal bisschen differenzieren, warum Führungsprozess, warum in diesem Bereich. Also im Projekt- und Baumanagement ist es ja so, wenn man es jetzt ganz speziell auch aus Sicht der Bauleitung sieht, hat der Bauleiter natürlich eine Führungsverantwortung auch auf der Baustelle und der Bauleiter macht den Weg frei für die Gewerke auf der Baustelle und das kann er mit klassischen Methoden, die man heutzutage kennt, machen, aber gerade in der Bauindustrie haben wir ja da festgestellt, dass da sehr großer Handlungsbedarf besteht und das ganz speziell in der Organisation der Baustelle. Das heißt, wir können nicht die Gegebenheiten einer Baustelle verändern. Das heißt, eine Baustelle unterliegt vielen Einflüssen, die wir so gar nicht steuern können und was wir aber irgendwo beeinflussen können, ist halt die Organisation. Da setzen unter anderem das Thema Taktplanung, Steuerung an und das Thema Last Planner, um die Führungsprozesse auf der Baustelle natürlich um ein Vielfaches zu unterstützen. Vielleicht wenn ich kurz fortfahre, jetzt haben wir ja noch das Thema Handwerksleistung auf der Baustelle. Warum jetzt noch mal speziell das Thema? Viele Bauunternehmen hören dann eigentlich mit den Führungsprozess in auf der Baustelle auf, weil sie Subunternehmer beschäftigen und dann irgendwo der Wirkungsbereich aufhört. Ja, sie können eine gewisse Grundlage bieten, sagen „Okay, ich schaffe euch auch Freiheit auf der Baustelle.“, aber mehr können oder kann man auch nicht tun als Bauleiter. Heinrich Schmid hat was ganz besonderes, sie haben noch komplett eigene Gesellen, eigene Handwerker, eigene Vorarbeiter, auf die natürlich das Projekt- und Baumanagement einen direkten Einfluss hat und auch die Leute, weil sie ein Unternehmen sind, arbeiten sehr viel offener miteinander. Das ist natürlich eine sehr besondere Situation. Auf der einen Seite kann die Bauleitung den Weg freimachen für die eigenen Leute und auf der anderen Seite schaffen wir dadurch Bereiche für die Handwerker, in denen sie ihre eigenen Leistungsprozesse natürlich steigern können, sich auch damit beschäftigen können und ja diese Rahmenbedingungen, diese Besonderheit, bei Heinrich Schmid war natürlich großartig und birgt natürlich große große Chancen.

Götz Müller: Ja, so in meiner Wahrnehmung sehe ich irgendwo in den großen Unterschied … oder noch mal anders angefangen, viele Subunternehmer, auch wenn man es dort anders nennt, dort nennt man es halt Zulieferer, haben wir auch in der Automobilindustrie, wenn man sich anschaut, wer alles zu einem Auto beiträgt in den Schritten davor, da komme ja auch schnell in den zweistelligen Bereich rein, ähnlich wie bei jetzt den Gewerken auf der Baustelle. Da fällt natürlich ähnlich einerseits der Zugriff auf die Unternehmen, klar kann man unterstützend tätig sein, im Sinne von Lieferantenmanagement und Lieferantenentwicklung, aber ich in meiner Wahrnehmung ist es halt im Bauumfeld auf einer Baustelle noch mal ganz was besonderes, weil jetzt in klassischer Zulieferer, ja eine andere Art von von Einbindung in die Wertschöpfungskette hat. Typischerweise überbucht er sich ja nicht in der Form, wie es halt auf einer Baustelle stattfindet. weil er die Erfahrung über Jahrzehnte hinweg machen musste erst auf der Baustelle, dass ich nicht immer anfangen kann zu arbeiten, wenn ich da hinkomme.

Stefan Mika: Das ist richtig, also wenn man etwas feststellt ist, dass gerade Partnerschaften auf der Baustelle, die sich über die Jahre entwickeln, dass quasi ein Nachunternehmer lange Zeit mit anderen Bauunternehmen oder anderen Bauherren zusammenarbeitet und man durch dick und dünn geht, das Arbeiten natürlich ein viel, viel besseres ist. Jetzt ist es aber so, dass die Kundenlandschaft und auch die Baulandschaft so ist, dass es natürlich unterschiedliche Arten gibt, nehmen wir jetzt mal öffentliche Bauträger, da gibt es eine Ausschreibung und dann bewerben sich wieder unterschiedlichste Unternehmen. Das heißt, für diese Bauprojekte haben wir dann auch wieder eine völlig neue Konstellation an Zulieferern, ja, Subunternehmen, Zulieferern, Menschen und auch Vertragsformen, aber auch Architekten, Fachingenieure und so weiter und so fort und das macht natürlich die Bauindustrie oder grundsätzlich die Baustellen sehr besonders und wir haben immer wieder neue Herausforderung, obwohl wir uns sagen, wir bauen doch immer wieder das Gleiche. Also vom Prinzip her bauen wir immer wieder ein Gebäude, dort finden zum Beispiel Malerarbeiten statt. Das heißt, rein theoretisch müsste es ja immer wieder funktionieren, aber die neue Konstellation bringen natürlich auch immer wieder neue Probleme, neues Konfliktpotenzial.

Götz Müller: Ja, ich drück’s auch immer wieder so aus, im Grunde herrscht ein Stück weit doch Krieg auf der Baustelle und jeder guckt bloß, bis der andere irgendeinen Fehler macht, um dann seine eigenen Themen so ein bisschen kaschieren zu können.

Stefan Mika: Nehmen wir vielleicht mal ein Beispiel, wo es vielleicht einfach sehr gut funktioniert. Und zwar auch im Bereich Ladenbau, dort unter anderem für ein großes Fastfood-Unternehmen wurden deutschlandweit sehr viele Filialen umgebaut und dort hat man sehr kurze Bauzeiten. Das heißt, die Filiale konnte nur eine Woche geschlossen bleiben oder gar zwei Wochen und in zwei Wochen musste ein kompletter Umbau stattfinden in dieser Filiale. Das schafft man nicht, wenn man immer wieder eine neue Konstellation an Unternehmen für jede Baustelle auswählt und einsetzt. Das heißt, man hat feste Teams und feste Nachunternehmer, die dann immer eingesetzt wurden und in ganz Deutschland unterwegs waren und so hat man natürlich es geschafft, solche Baustellen in sehr hoher Geschwindigkeit zu schaffen und es fand natürlich auch eine sehr große Kooperation auf der Baustelle statt, weil sich die Leute und die Menschen kannten. Also das existiert tatsächlich, ja. Also es ist nicht nur Krieg, es ist auch viel Zusammenarbeit da, aber das kommt dann vor allem dadurch, wenn auch Unternehmen sehr oft und sehr lange miteinander arbeiten und ein Vertrauen aufgebaut ist.

Götz Müller: Ja und es entsteht eben nicht von alleine. Ich habe da dieses Bild, dieses YouTube-Video von dem chinesischen Hochhaus, das glaube ich in 30 Tagen oder sowas hochgezogen wurde, da liegt die wahre Kunst in der Logistik im Hintergrund, nicht das, was vor Ort auf der Baustelle passiert. Das spielt auch eine Rolle, aber die wahre Kunst … es würde alles nicht funktionieren, wenn ich nicht im Hintergrund und im Vorfeld die richtigen Dinge machen würde.

Stefan Mika: Absolut, absolut.

Götz Müller: Okay. Dann hatten sie schon zwei, drei Stichworte gesagt und ich möchte ein bisschen diese Methoden und Werkzeuge Last Planner, Taktplanung, da ein bisschen mehr reinkommen, weil ich weiß, dass definitiv nicht alle meine Zuhörer aus dem Bauumfeld kommen und wahrscheinlich mit den zwei Begriffen, gut mit Takt vielleicht schon eher, aber mit Lars Planner gar nichts drunter verstehen, wenn Sie das noch ein bisschen vertiefen können.

Stefan Mika: Ja. Ich versuche es mit einfachen Worten auszudrücken, also Taktplanung und Steuerung ist natürlich eine Methode, die soweit eigentlich bekannt ist aus dem Lean-Kontext und in der Taktplanung, wie das Wort schon sagt, versucht man natürlich auf der Baustelle einen festen Rhythmus festzulegen. Das bedeutet, schafft man einen festen Rhythmus auf der Baustelle, ist man natürlich in der Lage zu sagen, das Gewerk X ist am Tag Y ist mit der Manpower zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Also man kann das Just-in-Time-Prinzip eigentlich sehr gut wirken auf der Baustelle. Das essentielle bei der Taktsteuerung ist, wahrscheinlich genauso wie in der normalen Industrie, ist die Steuerung. Das heißt, man muss natürlich schauen, dass man immer wieder im Takt bleibt und die Leute natürlich mitnimmt und abholt und alle brauchen ein gemeinsames Bild der Baustelle. Also wenn man mal mit den klassischen vier Merkmalen spricht, ja, im Lean-Kontext. Das heißt, das erste Merkmal ist Störungsfreiheit schaffen. Das zweite ist einen Fluss herstellen. Das dritte einen Takt, einen Rhythmus schaffen und das vierte ist das Pull-Prinzip, dann erfüllt eigentlich die Taktplanung und Steuerung alle vier Merkmale aus dem Lean-Kontext. So jetzt ist das natürlich für unsere Baustellen so eine Sache, das Thema mit dem Takt, weil eben nicht alles taktbar ist. Jetzt könnte hier natürlich mein ehemaliger Kollege Markus Schattmann, ich grüße ihn auf diesem Weg, um die um die Ecke kommen und sagen „Stefan, es ist alles taktbar auf der Baustelle. Wir können doch auch einen halbstündigen Takt festlegen, in dem die Handwerker arbeiten.“ und da der gar nicht so unrecht. Das ist tatsächlich möglich. Er selbst hat es bewiesen mit einer Ladenbau-Baustelle, als Pilotprojekt, will ich dazu sagen, auch mit viel Vorarbeit, viel Vorleistung und die haben es geschafft, einen Laden in einer sehr kurzen Zeit zu bauen. Vielleicht kann er ja mal vielleicht selber auch etwas dazu sagen. Ich möchte nur erwähnen, das ist möglich, aber desto mehr Takte in sehr kurzen Zeiten wir festlegen für unsere Bausstellen, steigt auf der anderen Seite die Steuerung, der Steuerungsaufwand auf den Baustellen, der ist dann natürlich extrem hoch, ja, weil man natürlich schauen muss, dass die Produktion natürlich am laufen bleibt und ich glaube, bei ihm waren bis zu drei Ingenieure tätig gewesen, um die Horde an Handwerkern im Takt zu halten. Das will ich nur damit sagen. Also Takt auf der Baustelle ist ein sehr bekanntes Prinzip, aber es ist auch schwer zu halten, schwer umsetzbar auf Baustellen.

Götz Müller: Und was mir jetzt durch den Sinn geht, man darf auch nicht vernachlässigen, in ich meinen Wegen wieder in die Automobilindustrie gucke oder in andere Industrien, wo das Thema Takt, Kundentakt ja gang und gäbe ist, da treibt man natürlich einen ähnlichen Aufwand zum Beispiel in der Logistik, die das natürlich absolut fördern muss. Ich muss Routenzüge machen, ich muss Supermärkte einrichten, ich muss Kanban machen, solche Dinge, um den Menschen, die produktiv, wertschöpfend tätig sind, das Leben so leicht wie möglich zu machen. Also auch da würde ich sagen, kriegt man das nicht umsonst, auch da muss man viel Hirnschmalz vor allen Dingen und viel an an Grundlagen schaffen. Also ich sehe da gar nicht so einen großen Unterschied.

Stefan Mika: Absolut. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, aber ich glaube, die wirklich breite Anwendung bis tief in den Handwerker runter und in Taktplanung, dass man sogar ganz kleine Takte festlegen kann, ich glaube, das ist schon noch bisschen weiter entfernt. Wir haben absolut es geschafft auch in Takten zu arbeiten, das will ich gar nicht außen vorlassen, aber es ist viel, viel Luft nach oben und noch viel Arbeit, was das Thema Taktung einer Baustelle angeht.

Götz Müller: Ich denke, man darf einfach nicht vergessen, ich meine, Autos baut man seit 100 Jahren, definitiv keine zweihundert Jahre, wenn wir mal das Vorfeld mit Kutschen & Co abziehen. Seit wann gibt’s Bauindustrie? Im Grunde seit Pharaos Zeiten, also seit viereinhalb tausend Jahren oder so.

Stefan Mika: Genau, genau und da habe ich festgestellt, dass eigentlich das Last-Planner-Prinzip sehr viel mehr Anklang findet auf unseren Baustellen. Wenn man jetzt vielleicht noch mal schaut von den vier Merkmalen, die ich vorhin kurz erwähnt habe, bedient das Last Planner vor allem das Thema Störungsfreiheit. Störungsfreiheit in unseren Prozessen ist ja im Prinzip die Grundlage für all die anderen Themen. Kann ich störungsfrei arbeiten, kann ich auch takten, kriege einen Fluss hin und kann auch meine ganze Logistik dementsprechend anpassen. Und Last Planner beschäftigt sich vor allem stark mit dem Thema Störungsfreiheit auf der Baustelle und auch Pull, wenn man das Thema Baufreiheit und das Thema, ja, Kooperation, ja, das ist ein sehr wichtiges Wort im Last-Planner-Kontext, jetzt mit aufnimmt. Und Last Planner müsste man sich vorstellen … oder ich habe es immer den Handwerkern so erzählt, im Prinzip eine Planung der Baustelle. Wir können Sie auch klassisch planen, aber mit einer besonderen kooperativen Steuerung auf der Baustelle. Also man setzt ein kooperatives Abweichungsmanagement dort ein und da habe ich gemerkt, dass es den Handwerkern, Bauleitern sehr entgegenkommt, vor allen eine Übersicht und eine sehr strukturierte Kommunikation auf der Baustelle einzuleiten. Ich weiß, meine Kollegen, die da sicherlich sehr methodisch unterwegs sind, da gibt es richtig feste Schritte, die man methodisch verfolgt im Last Planner, und das wird auch so gemacht, sagen wir mal so die Bereitschaft zur Anwendung dieser Methode ist sehr hoch. Das war vor allem auch bei Heinrich Schmid sehr hoch und da konnten wir sehr gut je die Handwerker abholen.

Götz Müller: Ja. Weil ich glaube, im Grunde will ja jeder Wert schaffen, Wert schöpfen. Es darf ich halt nur nicht so in die Quere kommen, dass er zum Schluss für seine Leistungen nicht so bezahlt wird, wie er es eigentlich erwartet.

Stefan Mika: Genau.

Götz Müller: Und wenn wenn mir da jemand was auf dem silbernen Teller anbietet, dann wäre ich ja, glaube ich, schon dumm, um’s mal krass auszudrücken, wenn ich mir das nicht mal angucken würde.

Stefan Mika: Genau. Und das sind wir auch beim Thema agil. Das heißt, gerade bei auch bei Last Planner, und, ja gut, in der Steuerung, ich beziehe mich jetzt mal auf die Steuerung, da wird halt viel mit agilen Instrumenten gearbeitet, weil sich dann doch tatsächlich täglich auch der Bauablauf ab und zu ändert, ja, und das kann man dort mit agilen Methoden sehr gut umsetzen.

Götz Müller: Agil wahrscheinlich weniger unter dem Aspekt, ständig auf neue Kundenanforderung zu reagieren, sondern agil eben im Sinne von auf all das, was halt, platt ausgedrückt, irgendwo schiefgehen kann.

Stefan Mika: Richtig, richtig. Also da kann halt beispielhaft der der Trockenbau kann dann halt mal nicht am Montag stattfinden, weil vielleicht noch keine Baufreiheit herrscht. Das findet dann halt am Freitag statt. Und das plant man agil in gemeinschaftlichen Sitzungen, ja, wo alle Beteiligten auch vor Ort sind und sozusagen auch alle mit abgeholt werden, ja, und das ist sehr, sehr wichtig auf der Baustelle.

Götz Müller: Gut. Jetzt haben wir ja schon gerade bei der Unterhaltung den Schwerpunkt noch oft auf der Führungsprozessebene gehabt. Jetzt gibt's aber ja auch, da hatten Sie, glaube ich, das Stichwort jetzt nicht genannt. Jetzt gibt's ja was für die Leistungsprozessebene.

Stefan Mika: Genau. Wir haben auf der einen Seite unseren Handwerkern eine Unterstützung mit auf den Weg gegeben, ich würde es erstmal als Instrument bezeichnen, das ist der Soll-Ist-Vergleich, der unter Federführung von Herrn Hürter mitentwickelt wurde. Und ja, warum dieses Werkzeug, warum dieses Instrument für unsere Handwerker. Wir hatten das Problem, dass unsere Handwerker blind auf den Baustellen unterwegs waren, wenn es um Kennzahlen. Das heißt, ein Handwerker hatte vom Bauchgefühl her und über den spitzen Daumen hatte er schon eine Ahnung, wie seine Baustelle läuft, aber da wusste er es nicht schwarz auf weiß und er wusste es erst vier Wochen später oder sechs Wochen später als dann die tatsächlichen Kosten der Baustelle dann auch da waren. Das andere betrifft natürlich auch … gerade im Handwerk rechnet man oft auch mit Stunden, dem Stundenaufwand, den man auf Baustellen hat. Und mit diesem Stundenaufwand kann man natürlich auch sehr gute Vergleiche führen, ohne erstmal das Thema Geld zu berühren. Und das Instrument Soll-Ist-Vergleich war eines oder ist auch eine sehr gute Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit Informationen über seine Baustelle zu bekommen, wo steht man und das ist nicht nur für den Handwerker, sondern auch für die Führungskraft sehr wichtig, um dann halt eben zu handeln auf der Baustelle. Jetzt ist es aber auch so, man möchte natürlich irgendwo in einen KVP-Prozess natürlich auch einleiten auf der Baustelle, wo man auch ein vorher-nachher vergleichen kann. Und auf den Baustellen war es oft so gewesen, dass man zum Beispiel immer wiederkehrende gleiche Räume hatte, ja, und immer wiederkehrende gleiche Tätigkeiten, sei es zum Beispiel das Tapezieren, sei es der Anstrich oder sei es den Boden zu verlegen und da wurde bei Heinrich Schmid eine Methode entwickelt der Baustellen-Camps, die primär erstmal außerhalb laborweise stattgefunden hat, wo sozusagen mehrere gleichartige Räume aufgebaut wurden und sich dort die Handwerker trafen, um jetzt, ein bisschen spielerisch ausgedrückt, gegeneinander anzutreten und voneinander zu lernen. Diese Methode ist und wurde ebenso auch auf der Baustelle angewendeten. Wenn das direkt auf der Baustelle angewendet wird hat das natürlich einen sehr besonderen Effekt. Die Leute finden Dinge, wie sie ihren Arbeitsplatz effizienter gestalten können und gegebenenfalls Transportwege verkürzen können, vielleicht auch mit weniger Beständen auf den Baustellen auskommen, weniger Mängel produzieren und so weiter und so fort und das ist natürlich für die Leistungsprozesse und Leistungssteigerung natürlich ein ein sehr starkes Werkzeug für die Baustelle.

Götz Müller: Ja. Das erinnert mich an eine Situation bei einem Kunden von mir auch im Maler-Tapezierer-Umfeld, wo ja klassisch jeder in einem Raum arbeitet, den typischerweise, wenn man die Decke machen kann, was ich, Klammer auf, spannend finde, dass in den östlichen Bundesländern ja dieses, man soll es nicht weitererzählen, dieses Laufen auf der Leiter möglich ist, wo also die Menschen selber gelernt haben irgendwann mal in ihrer Ausbildung, wie man halt alleine eine Decke tapeziert, was in den westlichen Bundesländern halt wahrscheinlich aus Berufsgenossenschaftsgründen und Sicherheitsbestimmungen halt nicht gelernt wird und man da halt immer zu zweit sein muss. Aber was ich da sehr spannend fand eben, dass es einen Mitarbeiter gab, der vermutlich seit über dreißig, wenn nicht seit über vierzig Jahren tapeziert hat, aber irgendwann mal gelernt hat, um die Ecke rum zu tapezieren, nicht auf Stoß zu tapezieren und dann mit dem Dilemma da war, wie reiße ich denn plötzlich, wenn halt die Ansage war „Nee, wir tapezieren auf Stoß und machen anschließend da eine Fuge daran.“. Der konnte diese 2,50 Meter nicht fehlerfrei reißen und der hat auch nie gesehen, wie machen die Kollegen das, weil die ja in einem anderen Raum gearbeitet haben, also genau diesen spannenden Aspekt mit den Baustellen-Camp, wo ich plötzlich mal die Chance habe zu beobachten „Hey, wie machen die anderen das?“

Stefan Mika: Genau und gleich wieder das umsetzen und auch messen, ja, also bei der Methode Baustellen-Camp, um den Handwerkern natürlich auch zu zeigen „Hey, passt auf, aufgrund dieser Anwendung, ja. was auch immer das jetzt ist, haben wir jetzt einen Zeitvorteil von 25% herausgeholt und ohne dass ihrem Tropfen Schweiß jetzt irgendwie vergossen habt.“. Das ist das Wichtige. Nicht härter arbeiten, ja, intelligenter arbeiten.

Götz Müller: Das war da genau die Situation, dass der Kapo auf der Baustelle halt abends festgestellt hat „Hey, der eine ist zu langsam, der ist in der Größenordnung 20 bis 30% langsamer.“, weil die Zeit wo er dann die kleinen Ecken nachschneiden muss, in der Zeit tapeziert er typischerweise eine Ecke. also sprich bei vier Ecke klassisch in dem Raum, ist er halt eine Ecke langsamer und genau abends sagt ihm halt sein Kapo „Hey, du bist zu langsam.“ und was passiert dann? Er versucht halt hektischer zu arbeiten oder versucht es mit mit Geschwindigkeit irgendwie wettzumachen und produziert nur dadurch klassisch eher mehr Fehler als weniger und verschlimmert im Grunde die Situation und weiß aber gar nicht, was er tun soll. Ja. Sehr spannend. Okay. Beim Takten ist es klar, Bezug zum klassischen Lean-Management. Wo sehen Sie dann auch Rückkopplungen eventuell wieder zurück, wo könnten klassische Branchen aus solchen Dingen was lernen?

Stefan Mika: Vielleicht noch noch einen Aspekt, weil Sie gerade Taktplanung noch mal erwähnten. Also auch wenn Taktplanung und Steuerung im Moment noch einige Probleme bereitet, das auf den Baustellen umzusetzen, ja, halte ich aber trotzdem an der Methode an dem Prinzip fest. weil wir durch Taktplanung wunderbare Möglichkeiten auf unseren Baustellen schaffen für unsere Handwerker und jetzt betrachten wir mal das Thema Takt auf der Baustelle, also hier bekommt jeder Handwerker oder jeder Betrieb seinen Bereich, in dem er arbeitet. Er bekommt dort einen Zeit-Slot von einer Woche, ja, nehmen wir mal er hat für eine Wohnung eine Woche Zeit, die Untergrundvorbereitung zu machen, ja, mit ungefähr zwei Arbeitskräften. Diese Wohnung, vielleicht existieren über 100 Wohnungen, wiederholt er hundertmal. Das heißt, er könnte sich in dem Zuge wirklich … am Ende müsste es eigentlich in der hundertsten Wohnung fehlerfrei funktionieren und betrachtet man jetzt das Thema Baustellen-Camps schaffen wir durch die Taktplanung und Steuerung eine wunderbare Rahmenbedingungen für unsere Baustelle, weil gleich auch methodisch mit unseren Handwerkern dort reingehen können und gleich am Anfang eine Verbesserung schaffen können und wenn man den Bogen jetzt noch weiter spannt, Heinrich Schmid auch noch mit den eigenen Handwerkern, das ist natürlich eine ja quasi durchgehende Produktion, ja, und auch ein durchgehender Wertschöpfungsfluss, der da stattfindet auch für das Unternehmen Heinrich Schmid und da gibt es natürlich riesige Potentiale, die dort vorherrschen.

Götz Müller: Sie hatten es angedeutet oder ein bisschen habe ich es raus gehört, es wird noch nicht überall so, ich sag mal so, angenommen. Da höre ich so raus, es gibt noch den ein oder anderen Widerstand. Ich könnte jetzt darüber spekulieren, woran es liegt, ich möchte es aber aus Ihrem berufenen Mund hören. Was sind so die Herausforderungen bei der Einführung, im Einsatz von neuen Methoden?

Stefan Mika: Das erste ist erstmal Angst vor Veränderung. Das heißt „Was hat er jetzt vor?“ Wie kann das sein, dass hier Methoden vorherrschen, mit denen irgendwas besser geht, ich habe doch das Gefühl, dass ich schon sehr, sehr gut arbeite mehr oder ich kann schon alles, was will mir der junge Berater jetzt sagen. Also das sind so typische Verhalten, die man feststellt und wichtig ist, wenn man das Thema Lean dann natürlich heranbringt, ihnen zu erläutern, worum geht es in dieser, vor allem, Managementphilosophie. Was ist das Thema? Was hat das mit Durchlaufzeiten zu tun und gab es das schon früher, ja welche Unternehmen haben das früher gemacht? Was sind Verschwendungen, wie erkenne ich das auf der Baustelle? Ihnen da erstmal genügend Zeit zu geben, das Thema Lean zu verstehen und zu verinnerlichen und das braucht tatsächlich Zeit und auch viel, viel ja Erklärung. Oft springt der Funke nicht über und ich hatte das auch glaube ich Ihnen gesendet. Wenn das Thema Lean nicht sauber vermittelt wird, kann es passieren, dass Lean zu einer Dienstleistung degradiert wird, würde ich jetzt mal so behaupten. Das heißt: „Lieber Bauherr, wir wenden hier eine Methode an und das kostet natürlich Geld, wenn wir das mit dieser Methode machen.“, ja und sozusagen den Bauherren eigentlich für Methoden zahlen lassen und auf der anderen Seite wird an den alten Dingen festgehalten, zum Beispiel die klassische Baubesprechung, die wird derzeit immer noch genauso gemacht, wie es die Bauleiter schon immer gelernt haben und zusätzlich wird dann noch eine Lean-Besprechung nach aufgesetzt oder da merkt man so richtig, Methode läuft parallel mit dem, was man gewohnt ist. Das heißt, man verändert sich nicht und da sieht man ganz klassisch, dass die Bauleiter und auch die Führungskräfte nicht verstanden haben, worum es denn eigentlich geht und das ist etwas, was ich sehr, sehr oft auf den Baustellen sehe und auch bei Führungskräften oder auch Bauleitern feststelle.

Götz Müller: Ja. Da würde ich sogar soweit gehen, dieses verstanden haben, da könnte man ja raushören „Ja, die sind halt so blöd.“

Stefan Mika: Nein, nein, nein.

Götz Müller: Aber es ist ein kommunikatives Thema und wenn der Empfänger nicht versteht, was ich ihm sagen will, dann ist er nicht so blöd, sondern ich war halt schlichtweg nicht in der Lage, es ihm so vermitteln, dass er es verstehen kann. Das heißt die Verantwortung bleibt bei mir.

Stefan Mika: Richtig. Hat der Schüler nicht gelernt, hat der Lehrer nicht gelehrt.

Götz Müller: Genau.

Stefan Mika: Und das ist das, was ich oftmals auch bei anderen gemerkt habe, dass das Thema oft manchmal falsch rüber gebracht wird und oft auch mit falschen Dingen suggeriert wird, ja, und da muss man dann schon wirklich ein bisschen aufpassen, mit welchen Argumenten man vorschießt, ja und was dann auch die Erwartungshaltung der Leute ist.

Götz Müller: Ja und ich glaube eben, zumindest mache ich damit gute Erfahrung, was Sie eingangs gesagt haben, ich muss halt mal meine Arbeitsweise verändern. Das heißt jetzt nicht, dass so … weil der einzige Grund, was zu verändern, dass es besser wird, da könnte man im Umkehrschluss sagen, ja, und vorher habt ihr halt Käse gemacht, das habt ihr es halt nicht gut gemacht, das heißt es ja nicht, so jetzt haben wir halt einfach neue Erkenntnisse. Und ab dem Zeitpunkt dieser Erkenntnisse müssen wir halt anfangen, etwas anders zu machen, weil es sonst eben falsch wird, so nach dem einsteinschen Thema, immer das Gleiche zu tun, aber andere Ergebnisse zu erwarten, ist das Merkmal von Irrsinn.

Stefan Mika: Ein tolles Beispiel vielleicht: Ich habe bei einer großen Baustelle, das war sogar noch ganz am Anfang gewesen, haben wir die Methode Last Planner eingeführt und das war ein junger Kollege und ein Student, der gerade seine Abschlussarbeit geschrieben hat und das war ein relativ großes Bauprojekt, wir hatten nur vier Gewerke in unserem Auftrag gehabt, also Estrich, Maler, Bodenleger und ich glaube Türen waren es noch gewesen. Und das im Kontext eines Großauftrages. Und die Methode Last Planner hat dort sehr gut funktioniert, also dieses kurzzyklische Abweichungsmanagement und das Besondere war, wir haben diese sogenannte Regelkommunikation eingeführt, eine, die immer wöchentlich war, um die nächsten Wochen zu planen und eine tägliche Regelkommunikation, die sehr kurz und sehr straff war. Das bedeutet, da durften nur spezielle Themen besprochen werden und unter anderem technische Themen durften in diesen Regelkommunikationen gar nicht auftauchen und das Besondere war jetzt gewesen, dass auch unsere Leute sehr begeistert waren, weil eine Besprechung jetzt tatsächlich nur eine Stunde dauerte oder eine Viertelstunde. Das kannten sie so nicht. Normalerweise arten diese Baubesprechung immer aus, weil viele technische Gespräche und Dialoge stattfanden. Und das andere Besondere war gewesen, es wurde kein Bauprotokoll mehr geführt, weil alles geklärt wurde. Das heißt, das beruhte eigentlich auf Vertrauen die ganze Geschichte und das wurde auch von Anfang bis Ende so gemacht. Und die tollste Erkenntnis war gewesen, dass ein Student, der seine Abschlussarbeit geschrieben hat, so einen sehr leichten und einfachen Überblick über die Baustelle bekommen hat, über alle Schnittstellen, die es gab, dass er tatsächlich am Ende die Baustelle komplett alleine geleitet hat und sowas, muss ich sagen, kenne ich nicht. Ich kann mich noch erinnern, als ich meine erste Baustelle bekommen hatte, wo ich als Student war, die Bauleiter haben dir schon versucht zu erklären, wie die Schnittstellen sind, aber das waren ja so viele Informationen, das konnte man ja gar nicht aufnehmen, ja. Und durch die visuellen Themen, durch das agile Management, was man da macht, schafft man es innerhalb kürzester Zeit einen wunderbaren Überblick über die Baustelle zu bekommen. Und dementsprechend fand auch die Führung statt auf der Baustelle und das war natürlich für alle Beteiligten schon etwas ganz Besonderes. Muss man wirklich sagen.

Götz Müller: So, ich gucke mal Richtung Uhr, wir sind schon über die halbe Stunde weg, ich glaube wir könnten uns noch, vielleicht machen wir vielleicht sogar noch mal eine zweite Episode, ich denke, wir könnten uns noch über viele Dinge unterhalten. Wenn ich das mal so bisschen für mich zusammenfasse, ich habe rausgehört, es sind so auf der nicht-technischen Ebene sind es immer wieder die gleichen Sachen, also die Menschen mitzunehmen, den Menschen die Grundgedanken, das Warum dahinter richtig zu vermitteln. Das sind im Prinzip also … da ich jetzt in einigen verschiedenen Branchen, in ganz unterschiedlichen Branchen unterwegs bin, kann ich da sagen, es sind immer wieder die gleichen Sachen, also diese Aussage „ja, bei uns ist alles ganz anders“, das mag zwar für die technischen Inhalte, für die handwerklichen Inhalte, für die klassische Wertschöpfung mag das zutreffen, aber für das Thema Lean an sich, glaube ich eben, trifft es definitiv nicht zu. Ich habe immer den Umgang mit Menschen, ich stehe da immer wieder vor den gleichen Herausforderungen. Und da glaube ich eben kann man gemeinsam voneinander lernen, wie machen andere das? Thema Baustellen-Camp. Dieses Vermitteln, verstehen wie machen andere Sachen und dadurch selber besser werden, gilt für alle anderen Branchen genauso, das ist das A und O. Standards zu schaffen, die wiederholen, Versprechen einhalten zu können und das fand ich jetzt an unserer Episode besonders spannend, dass das auch noch mal ganz deutlich wurde.

Stefan Mika: Genau, ja. Also auch von meiner Seite aus gerne einen zweiten Teil, und ja. Toll meine Erfahrung hier einfach mal weiter zu geben bei Ihnen.

Götz Müller: Ja, ich danke Ihnen auch für die Zeit.

Das war die heutige Episode im Gespräch mit Stefan Mika zum Thema Prozesse in der Bauindustrie. Notizen und Links zur Episode finden Sie auf meiner Website unter dem Stichwort 175.

Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, freue ich mich über Ihre Bewertung bei iTunes. Sie geben damit auch anderen Lean-Interessierten die Chance, den Podcast zu entdecken.

Ich bin Götz Müller und das war Kaizen to go. Vielen Dank fürs Zuhören und Ihr Interesse. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit bis zur nächsten Episode. Und denken Sie immer daran, bei allem was Sie tun oder zu lassen, das Leben ist viel zu kurz, um es mit Verschwendung zu verbringen.

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