Das Schöne an Lean & Co. ist, …

… dass man auch nach 25+ Jahren immer noch etwas neues dazulernen kann. Im Rückblick auf die letzten Jahre und insbesondere die jüngste Zeit kommen mir dazu einige Themen in den Sinn, die einerseits wichtige Abschnitte auf meiner Lean-Reise waren bzw. immer noch sind und andere, die eben ganz frisch dazukamen und mich letztlich auch zu diesem Artikel gebracht haben.

Wenn schnelle Entscheidungen schädlich sind

Um Probleme lösen zu können, müssen Entscheidungen getroffen werden. Oftmals indem ein bestimmter Weg eingeschlagen und andere, vielleicht alle anderen verworfen werden. Speziell im Kontext der Produktentwicklung ist aber oft vorteilhaft, diesen Ausschluss von Lösungswegen möglichst lange hinauszuzögern.

Die R-Prinzipien außerhalb der Supply-Chain

Im Logistik- bzw. Supply-Chain-Kontext sind die sechs bzw. sieben R=Richtigen ein bewährtes Konzept, um die Logistikprozesse an den relevanten Zielen auszurichten. Im Kontext der Produktentwicklung – also außerhalb der Supply-Chain – haben Jeff Liker und Jim Morgan in ihrem Buch „The Toyota Product Development System“ die drei „R“ der Produktentwicklung definiert: Right Person, Right Work, Right Time.

Wo Variation überall auftreten kann

Variation

Variation begegnet uns nicht nur in Prozessen, sondern in nahezu allen Aspekten des Arbeitsalltags – und beeinflusst Ergebnisse oft stärker, als man denkt.

🔍 Sie zeigt sich in Abläufen, Materialien, Maschinen und Menschen – und wirkt sowohl sichtbar als auch unsichtbar.
⚙️ Selbst kleine Schwankungen können sich in der Summe zu großen Effekten auf Qualität, Zeit und Kosten entwickeln.
📈 Wer Variation erkennen und verstehen will, muss über die offensichtlichen Ursachen hinaussehen und Zusammenhänge systematisch betrachten.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels aus dem Blog-Archiv (2023, Link s.u.) stellen können:
• Welche Variation erleben Sie in Ihrem Produktentstehungsprozess?
• Was sind die Folgen daraus?
• Wie gehen Sie damit um?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Was Darwin schon von Lean Product Development wusste

Darwin

Ein Ausflug in Produktentwicklung, der verdeutlicht, wie lebendige Entscheidungsprozesse wirkliche Innovation ermöglichen.

🌱 Verschiedene Lösungskonzepte parallel entwickeln lässt Spielraum zum Lernen, statt sich früh festzulegen.
🔬 Experimente auf Hypothesenbasis und vorzeitiges Wissensaufbauen („Frontloading“) tragen entscheidend dazu bei, dass spätere Entwicklungen stabiler und robuster werden.
⚖️ Schwache Konzepte werden nicht nur aussortiert, sondern deren Stärken analysiert und auch in die verbleibenden Lösungen integriert – so entsteht echtes Verständnis und Weiterentwicklung.

Fragen, die Sie sich nach dem Lesen des Artikels aus dem Blog-Archiv (2023, Link s.u.) stellen können:
• Wie gestaltet sich die Produktentwicklung in Ihrem Unternehmen?
• Welche Ergebnisse werden damit erzeugt?
• Welche Potenziale sind dabei noch erkennbar?

Kommentieren Sie gerne mit Ihren Antworten.

Warum keine Entscheidung manchmal die beste Lösung ist

Entscheidungen sind im unternehmerischen, betrieblichen, wirtschaftlichen Kontext ein wichtiges Element, um die Zukunft aktiv zu gestalten. Eine Kernaussage dabei ist auch, dass auch die Nicht-Entscheidung eine Entscheidung darstellt, nämlich den Status Quo nicht zu verändern. Dabei sollte man sich aber immer über die Randbedingungen und mögliche Konsequenzen im klaren sein. Hier kann es nämlich durchaus zu unerwünschten Effekten kommen, die bei einer Nicht-Entscheidung gar nicht aufgetreten wären.