Was hat Lean mit Golf zu tun?

Golf

Um es gleich vorwegzunehmen, ich hab' vom Golf spielen noch deutlich weniger Ahnung als vom Fußball spielen. Trotzdem kann (muss) Sport immer mal wieder als Metapher herhalten. [1] Wo mich dieser Artikel hinführen wird, weiß ich dabei auch noch nicht.

Wenn man so gewagte Vergleiche anstellt, ist es nicht verkehrt, sich erstmal ein paar Gedanken zu machen, was denn die zentralen Aspekte/Elemente sind. Da kommt mir gerade in den Sinn, dass evtl. auch der PDCA-Zyklus als Modell für einen Blog-Artikel dienen könnte. Zumindest wenn man SEO (Suchmaschinenoptimierung) miteinbezieht, ist die Check-Phase schon mal gesetzt, weil darin der Erfolg überprüft wird.

Ob sich daraus etwas für die Act-Phase der Standardisierung ableiten lässt, bin ich mir noch unsicher. Natürlich wächst mit zunehmender Zahl von Artikeln und der enthaltenen Optimierungsphase die Erfahrung, aber ob sich daraus für einen einzelnen Artikel die Arbeit an dessen Standardisierung ableiten lässt, glaube ich irgendwie nicht. Vielleicht parke ich diesen Gedanken auch erstmal und denke über die anderen Phasen nach.

Mit Sicherheit am offensichtlichsten ist die Do-Phase, in der letztlich der Artikel selbst entsteht. Sich über den Schreibprozess an sich auszulassen, erscheint mir am wenigsten erhellend, auch wenn ich mal den Leser in meine Überlegungen einbeziehe. Die Situation dabei wäre wahrscheinlich eine andere, wenn es bei meinen Artikel nicht um Denkanstößte zu Lean & Co. gehen würde, sondern um allgemeines Schreiben von Blog-Artikel u.ä.

Bleibt also erstmal die Plan-Phase. Ein wichtiges Charakteristikum dabei ist, dass im klassischen Lean-Kontext die Dauer bzw. der Aufwand für die Plan-Phase typischerweise so hoch sein sollte, wie für die drei folgenden Phasen Do, Check und Act zusammen.

Zumindest hier versagt die Abbildung auf Blog-Artikel, zumindest wenn ich meinen Entstehungsprozess eines Artikels als Messlatte nehme. In derr Regel schnappe ich irgendwo einen Impuls auf und nutze den dann als Denkanstoß auch für den Schreibprozess selbst. Von Lean also weit und breit keine Spur – Setzen, Müller, sechs!

„Am Golfschwung zu arbeiten, ist wie ein Hemd zu bügeln. Kaum hat man eine Seite fertig, ist die andere Seite wieder voller Knitter.“

– Tom Watson

Wenn ich aber klassische Empfehlungen zum Schreiben (von Blog-Artikeln, Aufsätzen oder ganzen Büchern) als Referenz nehme, kann ich durchaus eine Abbildbarkeit auf diese Aufteilung ableiten. Auf meinen Schreibprozess mach' ich mir es da ganz einfach und schieb' die Schuld im besten Training Within Industry bzw. Job Instruction Sinn auf die Lehrer und konstatiere einfach, dass es der Schüler wohl nicht gelernt hat.

Schwups ist dieses Problem gelöst, speziell da die betreffenden Lehrer sich auch nicht wehren können. Wenn Sie jetzt diesen Artikel ihren Kinder zeigen oder gar mein schlechtestes Beispiel für sich selbst als Ausrede verwenden – so nach dem Motto, der Müller macht das ja auch – reagiere ich einfach mit einem gelassenen „selber schuld“ ;-)

Wenn Sie sich jetzt fragen, was dieses Geschreibsel mit Golf und Lean-Vergleich zu tun, befinden Sie sich in guter Gesellschaft.

Auf jeden Fall hab' ich selber meinen Schreibprozess für eine Vielzahl meiner Blog-Artikel reflektiert und kann deshalb behaupten, dass er sich zumindest für mich selbst schonmal gelohnt hat.

Vielleicht konnten Sie für sich auch etwas daraus ableiten. Selbst wenn es auch nur ein Anstoß zur Reflexion ist, hat sich in meinen Augen der Artikel schon doppelt gelohnt.

Und wenn es nicht so ist, Sie trotzdem bis hier durchgehalten haben und sich fragen, wie es dazukommen konnte, gebe ich Ihnen abschließend als Lernerkenntnis noch mit auf den Weg, dass Sie sich halt zukünftig vor meinen Artikeln in Acht nehmen müssen.

Sie sehen schon, aus der Nummer kommen Sie ohne Lernerkenntnis gar nicht raus. Und ich kann das immer für mich in Anspruch nehmen und den Artikel beruhigt abschließen. Es gibt keine schlechten Artikel, der Leser kann für sich immer etwas mitnehmen. So wie es auch keine Fehler gibt, man dann immer etwas daraus lernen. Ich könnte in Anlehnung an ein klassisches Kommunikationsparadigma sogar fast behaupten, nicht lernen geht nicht! Denken Sie nicht mal nicht darüber nach!😄

Falls Sie jetzt noch fragen, was eigentlich aus dem Golf-Vergleich geworden ist, vertröste ich Sie auf den nächsten Artikel. Da gibt's dann die Auflösung. Cliff Hanger sind auch ein Weg, Spannung aufzubauen. Hab' ich mal gelernt.

Wenn Sie wissen möchten, was sonst noch hinter den Job Instructions und Training Within Industry steckt, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir über dieses Formular auf oder greifen Sie einfach zum Telefon und rufen Sie mich unter 0171-7342717 an.

Falls die Umstände für Sie aktuell eine Kontaktaufnahme verhindern, legen Sie sich doch eine Wiedervorlage an.

[1] Fußball-Metapher

Frage: Wo haben Sie sich schon mal nach dem Sinn einer Sache gefragt? Was haben Sie aus dieser Frage gelernt? Was könnte der Sinn gewesen sein?

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