Welche Vorteile Flow mit sich bringt

Im Lean-Management spielt der Begriff des „Flow“ eine zentrale Rolle, insbesondere wenn es darum geht, Prozesse so zu gestalten, dass sie möglichst reibungslos und effizient ablaufen. Der Flow wird hier als ununterbrochener Material- und Informationsfluss verstanden, bei dem keine Verschwendung entsteht und das Produkt wertschöpfend durch die Prozesskette fließt. Ziel ist es, Engpässe zu vermeiden, Ressourcen optimal zu nutzen und die Produktionszeiten zu verkürzen. In einem solchen Fluss entsteht ein harmonisches Zusammenspiel aller beteiligten Elemente. Es geht um die Synchronisation von Menschen, Maschinen und Material – um den perfekten Takt, bei dem keine Wartezeiten und keine Verzögerungen auftreten.

Warum Erfolg eine Sackgasse sein kann

Erfolge und positive Situationen haben eine ganz eigene Dynamik, die auf den ersten Blick als vorteilhaft erscheint. Alles läuft, wie es soll, die Ergebnisse stimmen, das Team ist zufrieden. Doch genau hier beginnt die Herausforderung. Denn Erfolge liefern uns im Gegensatz zu Problemen keine offensichtlichen Hinweise darauf, wo es Verbesserungspotenziale geben könnte. Es gibt keine Fehlermeldungen, keine Beschwerden und keine Verzögerungen. In einem solchen Umfeld ist es leicht, sich in Zufriedenheit zu wiegen und den Impuls zu verlieren, weiter nach vorne zu denken. Doch gerade das ist notwendig, wenn man nicht stagnieren möchte.

Was Hayek schon über Lean wusste

Es ist mal wieder Zeit, eine Persönlichkeit, die eigentlich mit Lean nichts am Hut hatte, damit in Verbindung zu bringen. Und so habe ich mir dafür Friedrich August von Hayek vorgenommen, der am 8. Mai seinen 125. Geburtstag gefeiert hätte. Der Auslöser dafür waren LinkedIn-Artikel, die es mir in meinen Newsfeed gespült hatte. Noch spezifischer war es ein Zitat, das in einem der Artikel erwähnt wurde.

Probleme vs. Ursachen vs. Lösungen – haben vs. suchen vs. finden

Immer wieder begegnen mir die beiden konträren Aussagen, was den wichtiger wäre, die Suche nach Lösungen oder die Suche nach den Ursachen. Aber schon die Gegenüberstellung, oft im Sinne eines Entweder-Oder ist in meinen Augen nicht vollständig, wenn man sich auf die Suche beschränkt. Sicherlich ist die Suche ein Ausgangspunkt, aber wirklicher Erfolg wird sich nur einstellen, wenn man auch etwas findet.

Warum Lean in bestimmten Szenarien schwierig erscheint

Vor kurzem hat mich ein Student für seine Master-Arbeit interviewt. Sie dreht sich darum, warum Lean im Kontext der Geriatrie bisher nur schwache Verbreitung gefunden hat. In dem Interview bzw. Gespräch war ein Ausgangspunkt für mich der Leistungsprozess, der in der Geriatrie und speziell in den pflegerischen Anteilen zum Einsatz kommt. Während sich der Leistungsprozess im „normalen“ Gesundheitswesen an der Wiederherstellung eines Gesundheitszustands orientiert (ausgelöst durch Krankheit oder Unfall) ist das in der Geriatrie in meinen Augen anders.

Warum Verstand im Lean-Kontext nicht ausreicht

In einem Newsletter habe ich diese Aussage gelesen (und leider die Quelle nicht notiert):
Lass dein Leben nicht von deinem Vorstellungsvermögen beherrschen.
Sondern ändere dein Vorstellungsvermögen.
Und als ich jetzt mit dem Artikel loslegen wollte, fällt mir auch auf, dass ich leider auch nicht mehr sagen, wie daraus dann der Bezug zum Titel dieses Beitrag bzw. konkreter zum Verstand entstanden ist. Deshalb werde ich einfach (mal wieder) meine Gedankengänge verschriftlichen und mich selbst vom Ergebnis überraschen lassen.

Fragen, die man sich vor einer Veränderung stellen sollte

In einer kürzlichen Episode des Video-Podcasts „Wie war Deine Woche“ mit Ralf Volkmer stand die Frage im Raum, warum Unternehmen nicht die vorhandenen und bewährten Modelle wie das Toyota Production System einfach unverändert nutzen, sondern sehr oft versuchen, eigene Elemente oder eine eigene „Duftmarke“ zu ergänzen.

Was Archimedes und Lean gemeinsam haben

Ein paar Gedanken über Voraussetzungen und deren Relevanz im Lean-Kontext, damit Lean auch mittel- und langfristig die gewünschten Resultate bringt. Keine hinreichenden Voraussetzungen, also kein Automatismus, aber doch notwendige Voraussetzungen, ohne die Lean nicht funktionieren wird.

Warum „Dinge“ nicht komplex sind

Vor kurzem hatte ich an einem Wochenende das Barcamp Stuttgart besucht. U.a. gab es dort eine Session zum Thema komplex vs. kompliziert. Ein Großteil der Diskussion hatte sich dabei um die unterschiedlichen Definitionen komplex vs. kompliziert gedreht und wie man dann in der Konsequenz davon ableitet, wie man damit umgeht. Mir ging und geht es dabei gar nicht darum, ob die verschiedenen Definitionen richtig oder falsch sind. Was mich an den meisten Diskussionen stört, ist Absolutheit, die meistens damit einhergeht.