Braucht Lean ein Mindset, wenn ja, wie sieht es aus?
Die Frage nach dem Mindset tritt nicht nur im Lean Kontext immer wieder auf und beschäftigt ganze Heerscharen, ohne eine endgültige Antwort zu erreichen. Kein Wunder, dass ich es auch versuche ;-)
Die Frage nach dem Mindset tritt nicht nur im Lean Kontext immer wieder auf und beschäftigt ganze Heerscharen, ohne eine endgültige Antwort zu erreichen. Kein Wunder, dass ich es auch versuche ;-)
Der Ausgangspunkt für diesen Artikel liegt in einem offensichtlichen physikalischen Effekt begründet, der bewirkt, dass sich ein Vakuum grundsätzlich füllt und damit einen Ausgleich zur Umgebung herstellt. Dieser Effekt lässt sich auch in den Lean Kontext transferieren, er ist im vergleichbaren Sinn durchaus auch in anderen betrieblichen Situationen wirksam. Er kann sich dabei in mehreren Dimensionen und Ausprägungen bemerkbar machen und sowohl positive wie eher nachteilige Auswirkungen haben. Entscheidend dabei ist, wie bewusst und damit gezielt der Effekt ausgenutzt wird.
Probleme sind natürlich eine Frage der Definition und Perspektive. Außerdem sollten Probleme immer ernstgenommen und gezielt damit umgegangen werden. Was steckt also hinter dieser Aussage?
Muss denn Lean so unbequem sein? Diese Frage oder Aussage schwingt so ähnlich in manchen Unterhaltungen mit. Liegt das wirklich an Lean oder etwas anderem? Wie üblich hat diese Fragestellung wieder mehrere Aspekte und deshalb auch unterschiedliche Antworten. In der Folge finden Sie ein paar davon. Definitiv ist diese Aufzählung nicht vollständig. Vielleicht erkennen Sie noch weitere Unbequemlichkeiten, dann freue ich mich, wenn Sie mir darüber berichten.
Der Faktor Kultur wird im Lean-Kontext immer wieder als ein wichtige Element des Erfolgs genannt, egal ob es sich um das Thema Einführung oder Beständigkeit dreht. Sicherlich spielt die Kultur eine wichtige Rolle dabei, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Richtung der Betrachtungsweise passend ist und dann daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. Speziell wenn es um die Identifikation und das Verständnis kausaler Zusammenhänge geht.
Um es gleich vorwegzuschicken, ich will mit diesem Beitrag nicht den Wert von Qualitätsmanagementsystemen in Frage stellen. Gleichzeitig will ich aber ein paar Aspekte ansprechen, die mir bei manchen Ausprägungen immer wieder begegnen, die im Sinn der Überschrift eben nicht lean sind, deshalb zumindest auf einer Meta-Ebene Verbesserungspotenziale bergen und damit auch den Wert der Qualitätsmanagementsysteme steigern können (wenn sie behoben werden).
Die Aussage, dass Lean nur in der Produktion oder in produzierenden Unternehmen funktioniert, ist vermutlich so alt wie Lean selbst und mittlerweile in meinen Augen auch ausreichend widerlegt. In diesem Artikel geht’s mir aber um einen ganz anderen Aspekt. Viel zu oft werden Lean-Prinzipien & Co. nur auf die Produktion innerhalb von deren Grenzen angewendet. Lean-Werkzeuge kommen dann vielleicht auch in indirekten Bereichen zum Einsatz, wenn 5S im Büro angewendet wird oder durch die Brille der Verschwendungsarten auf Nicht-Produktionsprozesse geblickt wird.
Welche Rolle Unsicherheit und Mut im Lean Management spielt und wie man den Umgang damit sinnvoll gestalten kann, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Über Reflexion im Lean-Kontext lohnt es sich, immer wieder nachzudenken. Quasi Reflexion auf der Meta-Ebene mit Auswirkungen auf die Realität unter verschiedenen Aspekten.
Wär‘ so ein Lean-Zauberstab nicht schön? Was könnte man damit alles anfangen, einfach mal schnell auf Knopfdruck verbessern und alles wäre gut.