Warum wir zurück in die Steinzeit müssen
Was hat die Steinzeit mit Lean Management zu tun und was könnte man für die Gegenwart bewirken und verändern, wenn man in der Zeit dorthin zurückreisen würde.
Was hat die Steinzeit mit Lean Management zu tun und was könnte man für die Gegenwart bewirken und verändern, wenn man in der Zeit dorthin zurückreisen würde.
Warum Schwaben von Natur aus kein 5S können und auf welchen Wegen das trotzdem funktioniert (gegebenenfalls auch für Nicht-Schwaben und andere Völker nützlich).

Denken alleine reicht nicht aus, man sollte schon darüberhinaus mehr tun, um gewünschte Resultate zu erzielen. Nicht zuletzt sollte auch Klarheit über die gewünschten Resultate bestehen.
Schriftliche Arbeitsanweisungen und Dokumentationen zur Vorgehensweise sind ein weit verbreiteter Lösungsansatz, um die Art und Weise auszuführender Tätigkeiten zu vermitteln. Sie sind allerdings alles andere als „lean“, weil sie sich nur am „Hersteller“ (der begleitenden Informationen) orientieren aber die ausführende Person als „Kunde“ und deren individuelle Bedürfnisse in der Regel völlig ignorieren.
Der/die ein oder andere mag sich an dieses Gedicht von Hermann Hesse entsinnen. Obwohl der eigentliche Titel „Stufen“ lautet, ist das Gedicht doch vor allem durch die Aussage präsent „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Auch wenn eine Lean Transformation durchaus vergleichbare Elemente des Gedichts enthält, bin ich persönlich nicht der Meinung, dass das auch für den Anfang gilt. Da steht man eher von einem Riesenberg an Aufgaben und Aktivitäten, die zu bewältigen sind und ist vermutlich eher überwältigt vom Umfang dessen, was man noch gar nicht wirklich abschätzen kann.
Lob ist ein weitverbreitetes Führungsinstrument, zumindest wenn man der einschlägigen Führungsliteratur glauben darf. Trotzdem ist Lob nicht gleich Lob und man sollte als Führungskraft ein paar Aspekte im Hinterkopf behalten. Nicht berechnend-manipulierend (was sich so oder so nicht verhindern bzw. vermeiden lässt[1]) aber zumindest im vollen Bewusstsein über die eigene Intention hinter dem Lob, den Eindruck auf die gelobte Person, die daraus resultierende Wirkung und das implizierte Verhalten.
Lernen kann durchaus auch vermeintlich negative Auswirkungen haben. Der bewusste Umgang mit den Ursachen und Folgen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor dabei, auf den Führungskräfte großen Einfluss haben, im positiven wie im negativen Sinn.
… und der bloße Fokus auf Stärken keine Verbesserungen fördert und im Grunde auch gar nicht möglich ist. Das gilt im Lean Management und auch im persönlichen Kontext. Deshalb ist eine der weitverbreiteten „Weisheiten“ der Fokussierung auf die Stärken, um die noch weiter zu verstärken mindestens im Umfeld von Lean & Co. in meinen Augen völliger Blödsinn und bremst bzw. verhindert im Grund die echte Weiterentwicklung der Unternehmen und damit auch der Menschen, die dort tätig sind.
Muskelkater ist im Sport lästig und unerwünscht. Im Lean Management ist er dagegen ein positives Zeichen der Veränderung (auch wenn er trotzdem unbequem ist). Muskelkater kann im Lean Management an mindestens zwei Stellen und aus entsprechenden zwei Gründen auftreten. Jetzt will ich natürlich den Muskelkater hier nur als Synonym verwenden und nicht in eine sportphysiologisch-medizinische Diskussion über die Notwendigkeit oder Vermeidbarkeit von Muskelkater einsteigen. Im Lean Management kann man aber sagen, dass der Muskelkater praktisch zwingend auftritt. Im möglichen Gegenteil zum Sport kann man auch sagen, dass das Ausbleiben des Muskelkaters immer ein bedenkenswerter Umstand ist und entsprechende Aufmerksamkeit notwendig macht.
Die Vorbildfunktion hat viele Facetten, oft werden wichtige Elemente übersehen und die Wirkung bleibt dann ungewollt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Um die Vorbildfunktion zielgerichtet zu nutzen (zum Vorteil aller Beteiligten), sollte man als Ausgangspunkt erstmal mögliche Herausforderungen bewusstmachen und sie dann überwinden.